Wie ein Briefkasten beschriftet sein muss – Die Serie

Am 09.01.2018 schrieb < twitter@dhl.com>

Guten Tag, Frau S,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Das Paket mit der Sendungsnummer  3xxxxxxxxxxx  war nicht an “Firmenname” adressiert. Steht an Ihrer Klingel ein weiterer Name? Falls nicht, bitte die Adressierung mit dem Absender abgleichen.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße

Kundenservice Social Media

 

An:  twitter@dhl.com

Gesendet: Tue, 9 Jan 2018

Betreff: Re: Ihre E-Mail vom 08.01.2017

 

Hallo Kundenservice,

Klingel gibt es nicht, da es ein Restaurant ist.

Am Briefkasten steht außerdem „Privatname“, da ich die Inhaberin bin.

Vielleicht könnt ihr das Paket ja nicht zurück zum Absender schicken sondern erneut zustellen.

Außerdem ist nebenan der xyz Markt – Paketannahmestelle für DHL – der kennt uns auch.

Gruß S

 

Am 09.01.2018 schrieb < twitter@dhl.com>

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Das Paket wurde bereits dem Absender übergeben. Bitte den Absender für einen Neuversand ansprechen und dabei auch die Adressierung um “Firmenname” erweitern.

Steht am Briefkasten neben “Privatname” auch “Firmenname” damit der Fahrer dies zuordnen kann? Wenn nur der Name am Briefkasten steht, dann weiß der Zusteller nicht, dass dieser Name zur Firma gehört und somit kann er den Adressaten nicht zuordnen bzw. weiß nicht, wo das Paket abgegeben werden soll. Und nein, die Kollegen haben nicht die Zeit sich durchzufragen.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße

Kundenservice Social Media

 

Betreff: Re: Ihre E-Mail vom 09.01.2017

Ich schick mal ein Bild von meinem Briefkasten
<image1.jpeg>

 

Guten Tag, Frau S,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

In diesem Fall kann ich die Rücksendung durch den Kollegen verstehen. Bei der Zustellung habe ich noch nie seitlich bei einem Briefkasten nach einem Namen gesucht 😉 Wenn Sie Pakete an die Adresse … senden lassen, dann bitte immer “Firmenname” angeben. Des weiteren Empfehle ich, den Briefkasten an der Vorderseite zu beschriften.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße

Kundenservice Social Media

 

Betreff: Re: Ihre E-Mail vom 09.01.2017

Das IST DIE VORDERSEITE!!!

 

Guten Tag, Frau S,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

In der Regel wird  als Vorderseite eines Briekastens jene Seite bezeichnet, bei welcher geöffnet wird 😉 Anhand Ihres Fotos sieht die Beschriftung aus, als wäre dies an der rechten Seitenwand des Briefkastens angebracht. Ich gehe davon aus, dass Ihr Briefträger, welcher dies täglich sieht, erkennt, welche adressierten Briefe abgegeben werden sollen, aber ein Paketzusteller sieht in der Regel nicht an jeder Seite eines Briefkastens nach, ob sich der Name vielleicht an einer ungewöhnlichen Stelle befindet.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße

Kundenservice Social Media

 

 

Betreff: Re: Ihre E-Mail vom 10.01.2017

Heilige Scheiße nochmal. Der Briefkasten hängt am Haus und ist VORNE/OBEN beschriftet. Wie son ganz normaler Briefkasten eben.

Es ist mir ehrlich gesagt unbegreiflich wieso sie da so lange drüber diskutieren?

 

Guten Tag, Frau S,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Sieht am Foto leider anders aus 😉 Selbstverständlich habe ich den Vorgesetzten vor Ort über die Rücksendung des Paketes informiert und dabei darauf hingewiesen, dass Ihr Name am Briefkasten angebracht war. Der Kolege wird den Sachverhalt mit Ihrem Zusteller klären.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Beste Grüße

Kundenservice Social Media

Advertisements

Loriot hätte Spaß gehabt – ein Chat mit der Telekom

Telekom Info um 16:49, Jan 22:

Wir verbinden Sie mit einem unserer Kundenberater. Einen kleinen Moment bitte.

Info um 16:49, Jan 22:

Sie chatten nun mit L.

Kurzer Hinweis: Nach Beendigung des Chats haben Sie die Möglichkeit, diesen zu bewerten. Vielen Dank im Voraus!

um 16:49, Jan 22:

Hallo, herzlich willkommen im Chat der Telekom. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?

 

ICH um 16:50, Jan 22:

Hallo ich möchte gerne ein Angebot annehmen das ich per Mail bekommen habe, kann ich das hier via Chat machen?

 

L um 16:50, Jan 22:

Geht es um Festnetz oder Mobilfunk?

 

ICH um 16:51, Jan 22:

Mobilfunk

Ich hatte Kontakt mit xy

 

L um 16:51, Jan 22:

Ich Sie dazu an den Vertrieb, kurzen Moment

 

Info um 16:51, Jan 22:

Einen Moment bitte, wir verbinden Sie weiter. Der nächste Kundenberater kann den bisherigen Chat-Verlauf sehen und sich direkt über Ihr Anliegen informieren.

 

Info um 16:51, Jan 22:

Sie chatten nun mit M.

Kurzer Hinweis: Nach Beendigung des Chats haben Sie die Möglichkeit, diesen zu bewerten. Vielen Dank im Voraus!

 

M um 16:52, Jan 22:

Hallo, Sie sind nun im Chat für Geschäftskunden im Mobilfunk.

Bitte haben Sie einen Moment Geduld, dass ich mir den bisherigen Verlauf ansehen kann.

 

M um 16:52, Jan 22:

Gerne berate ich Sie im Chat, allerdings verschicken wir keine Angebote per E-Mail raus. Für ein schriftliches Angebot per E-Mail wenden Sie sich bitte an servicecenter.gk@telekom.de

 

ICH um 16:54, Jan 22:

Ich HATTE bereits ein Angebot per Email und würde das gerne annehmen. Ich hätte es gerne auch einfach ausgedruckt, unterschrieben und zurückgeschickt, aber das PDF ist so unglücklich formatiert dass die Preise abgeschnitten sind. Dies habe ich bereits schriftlich UND telefonisch mitgeteilt …

 

M um 16:55, Jan 22:

oh, Entschuldigung, dann habe ich das falsch verstanden.

 

M um 16:55, Jan 22:

Haben Sie ein Rahmenvertragsnummer bei uns?

 

ICH um 16:57, Jan 22:

Ich bin noch kein Geschäftskunde und Zweifel derzeit daran ob ich das je werden kann ;D

 

M um 16:58, Jan 22:

Oh, dann sind Sie bei mir falsch raus gekommen. Ich leite Sie an meine Kollegen weiter aus der Privatkundenabteilung.

 

ICH um 16:58, Jan 22:

NEIN!

 

ICH um 16:58, Jan 22:

Ich habe ein Angebot von xy aus dem GK! Und würde DAS gerne annehmen!

 

M um 17:00, Jan 22:

Wenn Sie ein Angebot von einer Kollegin erhalten haben aus der Geschäftskundenabteilung, müsste das dann ein Business Tarif sein.

 

ICH um 17:00, Jan 22:

Das ist korrekt

 

M um 17:00, Jan 22:

Dann sind Sie doch dabei Geschäftskunde zu werden. 🙂

 

ICH um 17:00, Jan 22:

Ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben xD

 

ICH um 17:02, Jan 22:

Also. Wenn ich NOCH kein Geschäftskunde bin und NOCH keine Rahmenvertragsnummer habe, das Angebot aber gerne annähme, das ich nicht einfach drucken kann – was tun wir?

 

M um 17:04, Jan 22:

Was genau wurde Ihnen angeboten? 🙂

 

ICH um 17:05, Jan 22:

Business Mobil L Telefon und SMS Flat in alle dt. Netze Internet-Flat mit 8 GB Highspeed-Volumen, Data Flex deaktivieren Data Flex (flexible Datennutzung 24 x 4 GB im Jahr) für 0,xx € monatl. voreingestellt HotSpot-Flat, WLAN Call und BusinessPlus Auslandsoption All Inclusive (Gespräche, SMS und Surfen im EU-Ausland in andere EU-Länder (inkl. der Schweiz)) sowie ankommende Gespräche komplett kostenfrei monatlicher Grundpreis ohne Handy xx,xx €

 

M um 17:05, Jan 22:

Ok

 

ICH um 17:05, Jan 22:

Wichtig dabei auch; meine derzeitige Rufnummer (Privatvertrag) muss übernommen werden.

 

M um 17:06, Jan 22:

Ich kann Ihnen das für sogar xx,xx € netto anbieten. 🙂

 

ICH um 17:06, Jan 22:

mit 8 GB Datenflat?

 

M um 17:08, Jan 22:

Genau.

 

M um 17:08, Jan 22:

Gleicher Tarif

Gleiche Inklusivleistungen

nur für etwas weniger im Monat.

 

ICH um 17:09, Jan 22:

Und wieso ist das plötzlich günstiger ?

 

M um 17:09, Jan 22:

Das liegt daran, das ich Ihnen den Preis aus einem anderen Rahmenvertrag anbiete als meine Kollegin.

 

Ein Rahmenvertrag legt die Preise und Rabatte fest.

 

ICH um 17:10, Jan 22:

Falls ich jetzt noch nen dritten oder vierten Kollegen frage – wird es dann noch günstiger?

 

M um 17:11, Jan 22:

Das bezweifle ich. Da der Rahmenvertrag den ich Ihnen genannt habe, schon mit den höchsten Rabatten bestückt ist.

 

ICH um 17:11, Jan 22:

Bekomme ich das Angebot von Ihnen noch mal per Mail?

 

M um 17:12, Jan 22:

Leider nicht. Ich kann Ihnen gerne das buchen und Sie bekommen eine Auftragsbestätitung diese benötigen wir dann unterschrieben zurück.

Das kann ich machen.

 

ICH um 17:13, Jan 22:

Ok. Und wie bekommen wir meine derzeitige Rufnummer da rein?

 

M um 17:14, Jan 22:

Für eine Rufnummerportierung?

Das kann ich bei der Buchung berücksichtigen.

 

ICH um 17:15, Jan 22:

Haben Sie die Nummer vorliegen?

 

M um 17:18, Jan 22:

Nein, für die Buchung benötige ich folgende Daten von Ihnen:

– Name, Vorname
– Geb. Datum
– Anschrift
– E-Mail Adresse
– Handynummer
– Kundennummer des jetzigen Anbieter
– IBAN und BIC
– Ausweisnummer
– Gültigkeit
– Ausstellungsort
– Staatsangehörigkeit

 

ICH um 17:18, Jan 22:

Brauchen Sie weniger wenn ich Telekom Kunde bin? Also mit der bestehenden Rufnummer?

 

M um 17:21, Jan 22:

Ich benötige diese Daten. 🙂

Da ich Sie als Neukunde anlegen muss für den Neukundenpreis.

 

 

ICH um 17:22, Jan 22:

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxDATENDIESDASxxxx

 

M um 17:28, Jan 22:

Ach, die Rufnummer ist schon bei uns.

Kleinen Moment dann muss ich kurz mal nachschauen, ob die Rufnummermitnahme möglich ist.

Da Sie schon Kunde bei uns sind und die Rufnummer behalten möchten ist es nur durch ein Formular möglich. Das Formular finden Sie Hier.

Als Rahmenvertragsnumer einfach TM214 eingeben um den Preis zu erhalten den ich Ihnen genannt habe.

 

ICH um 17:36, Jan 22:

Dass mein jetziger Vertrag aber eigentlich gekündigt ist hatten sie gesehen? exaktes Enddatum des Vertrages war 5.1. – ist dann aber nochmal nach hintengezogen worden …

 

M um 17:36, Jan 22:

Ich sehe keine Kündigung drin.

 

ICH um 17:38, Jan 22:

Evtl bin ich ob ihrer bisherigen Unzulänglichkeit jetzt etwas verstört und nicht sicher ob ich den Tarif von Ihnen bekommen werde den Sie mir angeboten habe und die Rufnummerübernahme auch klappt. Ich danke Ihnen für die Mühe und werde auf einem anderen Weg noch mal versuchen xy zu erreichen.

 

M um 17:39, Jan 22:

Tut mir leid, wenn ich Sie etwas verwirrt habe mit so vielen Fakten.

 

ICH um 17:39, Jan 22:

Dito

 

M um 17:40, Jan 22:

Auch künftig sind wir gern für Sie da. Sollten Fragen auftreten, wissen Sie ja, wo Sie uns finden. Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen noch.

 

Krieg, Filterbubbles und das Wissen nichts wissen zu wollen

Gestern war es wieder sehr schlimm in Syrien. Natürlich habe ich das mitbekommen und ein bisschen dazu gelesen. Ich habe mich allerdings gewundert, dass so wenig davon in meiner Filterbubble auftauchte und mich gefragt wieso das so ist. Interessiert, die Menschen die ich schätze und deren Meinung ich wahrnehme das etwa nicht? Ich erwähne das selbst ja auch so gut wie nie, wieso nicht?

Ich hab die aktuellsten Ereignisse nicht so ganz richtig einordnen können und mich entschlossen mir einen Gesamtüberblick über die letzten Jahre Syrienkrieg zu verschaffen. Dabei stellte ich dann folgendes fest:

  • Es gibt nicht zwei Seiten, die dort um irgendwas rangeln, es gibt viele. Alle davon erscheinen mir sehr extremistisch und keine davon ist mir auch nur annähernd sympathisch. Es ist mir absolut nicht möglich Gut und Böse auszumachen.
  • Zwischen den Zeilen hat alles irgendwie doch mit dem „richtigen Glauben“ zu tun. Witziger Weise teilen eigentlich alle Beteiligten grob einen Glauben, aber eben doch nur grob.
  • Mir ist nicht mal im Ansatz klar wie sich dieser völlig verfahrene Konflikt lösen lassen könnte und dabei habe ich eigentlich sehr oft Lösungsansätze für alle möglichen Dinge im Kopf (ob die nun in der Realität umsetzbar wären, steht an dieser Stelle überhaupt nicht zur Debatte).
  • Der letzte Punkt ist gelogen. Mir fällt genau EINE Lösung ein und zwar; alles vernichten. Absolut alles. Das gesamte Land dem Erdboden gleich machen. Und DAS ist noch viel schlimmer als gar keinen Lösungsansatz zu haben! Dass dieser Gedanke es überhaupt in meinen Kopf schaffte, macht mir Angst. Und natürlich ist das keine “Lösung”, sondern absoluter Quatsch. Mir ist völlig klar, dass der Kollateralschaden hierzu in keinem Verhältnis stünde.

Ich war schon vom Golfkrieg völlig überfordert und damals redete die ganze Welt fast ausschließlich davon. Trotzdem habe ich das alles nie ganz verstanden. Ich glaube ich wollte es einfach nicht verstehen. Ich möchte mich mit Kriegen nicht auseinandersetzen. Ich möchte mich auch mit Quantenphysik nicht auseinandersetzen. Ich weiß, dass ich letzteres ohne schlechtes Gewissen den Rest meines Lebens ignorieren kann. Ich würde auch Konflikte, Kriege und Politik ganz allgemein einfach ganz genau so ignorieren können. Manchmal wäre ich gerne dumm und ignorant.

Spenden. Just my two Cents.

Gerade in der Adventszeit ist das Thema „Spenden“ ja allgegenwärtig. Das kann man jetzt finden wie man will, ich persönlich fände es gut, wenn Spenden ganzjährig für ALLE Thema wären, aber ich fände auch Weltfrieden voll töfte.
Ich möchte hier mal zwei Ansätze zum Thema Spenden näher beleuchten:

1. Ansatz: „spendet doch bitte, auch wenn es nur ganz wenig ist, 1 bis 5€ tun doch keinem weh“

Das stimmt an sich, aber wenn man jeden Monat für all die kleinen Projekte, die es ganz bestimmt verdient haben, jeweils 1 bis 5€ spendet, kommt dabei insgesamt so viel zusammen, dass man leider nichts mehr zu Essen kaufen kann. Also muss man sich schon überlegen, wem man wann wie viel spendet und kann eben NICHT jedem 1€ geben.

2. Ansatz: „die Reichen sollen mehr spenden, die könnten so viel Gutes tun“

Ich bin davon überzeugt, dass ein wirklich großer Teil der Menschen, die mehr Geld haben als sie verprassen können, dies auch für gemeinnützige Zwecke einsetzen. Sicherlich gibt es da Ausnahmen. Diese zu überzeugen halte ich für vergebene Liebesmüh.
Diejenigen, die ihr Geld tatsächlich spenden ODER von mir aus in Startups oder ähnlichem investieren (auch das ist in meinen Augen gemeinnützig, es schafft Arbeitsplätze, die sonst womöglich nicht entstehen könnten), sehen sich gleich mit mehreren Problemen konfrontiert:

a) Für was möchte ich spenden? Worin möchte ich investieren?

b) Wie krieg ich mein Geld von mir zu den Bedürftigen ohne dass unterwegs die Hälfte in Korruption und/oder Verwaltung versackt?

Glaubt mir ruhig, wenn ich euch versichere; das ist gar nicht so einfach. Man geht nicht einfach los und verteilt random Geldscheine, so wie man evtl. mal jemandem ein paar Euro in bar zusteckt. Das funktioniert so einfach nicht und es ist auch alles andere als zielführend.

Als wirklich Reicher ist man in Bezug auf Gemeinnützigkeit in einer viel höheren Verantwortung als Otto Normal Spender, der einfach mal 50€ irgendwohin überweist und gut is.
Das Geld des Reichen soll nicht irgendwo versickern sondern maximalen Nutzen bringen. In vielen Fällen schaut die ganze Welt dabei zu und weiß wie man es besser machen müsste. Viele entscheiden sich dann irgendwann ihre eigenen Stiftungen zu gründen um den Geldfluss kontrollieren zu können, was vor allem bei Spenden in Gebiete wichtig ist, bei denen viel Korruption herrscht. Man muss sich PROJEKTE und ZIELE überlegen und die Umsetzung organisieren (lassen). Hierdurch entstehen zusätzlich Arbeitsplätze. Win win.

Ich finde es im Übrigen ziemlich schwierig zu entscheiden was sich jemand dabei für sich selbst noch leisten darf. Sieben Autos, zwei Segelboote, fünf Häuser? Klingt auf den ersten Blick ganz schön dekadent, aber auch hieran hängen offensichtlich zig Arbeitsplätze bei Herstellung, Verwaltung, Wartung. Ich persönlich gönne mir auch mehr als ich zum Leben benötige und tun wir das nicht fast alle? Oder würden wir zumindest wenn wir es könnten?

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Menschen sind KEINE Ameisen. Purer Sozialismus ist wider die Natur des Menschen. Hätten die meisten Menschen nicht das „Höher, schneller, weiter“-Gen, säßen wir noch in Höhlen und knabberten Beeren. Egoismus, Kapitalismus und Fortschritt sind leider untrennbar miteinander verbunden.

Statt also immer das anzuprangern was in unseren Augen unterlassen wird, könnten wir mal anfangen das mehr wertzuschätzen was getan wird. Das wäre schon ein toller Schritt in die richtige Richtung. Auch und vor allem in Bezug auf Menschen, die sich sozial verhalten und teilen. EGAL in welcher Größenordnung. Für mehr: „Wow, er spendet echt die Hälfte seines Vermögens!“ anstelle von: „Hmmm, der spendet nur die Hälfte seines Vermögens, könnte ja mehr sein.“

Hoppla, ein Stöckchen

Durch Zufall fand ich auf dem Blog von NurderTim ein Stöckchen und da ich die Fragen spannend fand und schon länger nicht gebloggt habe UND zur Zeit sogar Zeit dafür habe, dachte ich mir … jau …

  1. Ninjas oder Piraten
    Immer Piraten! Aber machen wir uns nichts vor, es ist natürlich nur die romantisierte Darstellung die sich heutzutage überall findet, die mich anspricht, das reale Piratenleben war und ist sicherlich meilenweit davon entfernt. Die Fantasy Piraten in Film, Literatur, Spiel etc. sprechen mich vor allem der Optik und des Humors wegen an. Und natürlich auch wegen ihrer Liebe zu Freiheit, Unangepasstheit und Meer.
  2. Welches Buch kannst du immer wieder lesen?
    Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich liebe die Abwechslung und lese in den seltensten Fällen ein Buch mehr als ein mal. Schließlich gibt es ja noch so viele ungelesene Bücher da draußen … Als Kind habe ich EXTREM viel gelesen aber jedes Mal wenn ich krank war und tagelang im Bett liegen musste, las ich Penny Wirbelwind. Das ist also auf mein Leben betrachtet das von mir am häufigsten gelesene Buch. Müsste ich mich aktuell spontan entscheiden ein Buch zu lesen, das ich bereits kenne, wäre es wohl „Per Anhalter durch die Galaxis“ und gleich die Fortsetzungen hinterher.
  3. Welchen nerdigen Gegenstand hast du dir zuletzt gekauft?
    Definiere „nerdig“ … puh, das ist echt schwer. Angesichts meines fast schon biblischen Alters sind wohl meine Qwertee Shirts ganz schön nerdig. Meine Freundinnen finden es nerdig, dass ich eine Powerbank und eine Apple Watch habe. Ich denke ich werde diese Frage im Futur Perfekt beantworten müssen. Der nerdigste Gegenstand den ich mir zuletzt gekauft haben werde, wird das Pokemon Go Plus gewesen sein.
  4. Wann wirst du zum Fangirl?
    Ich fangirle ziemlich schnell, aber in einer sehr moderaten Form. Keine Poster, Autogrammsammlungen oder so ein Quatsch. Mein Fangirltum äußert sich üblicherweise in begeisterten, geradezu überschwänglichen Berichten. Es richtet sich auf Personen wie z.B. Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Spieleautoren und sogar YouTuber , manchmal Menschen wie du und ich, die etwas Tolles geleistet haben und auf Dinge, Spiele, Songs, Filme, Serien etc. die ich super finde.
  5. Was isst/knabberst du am liebsten, wenn du einen Film/eine Serie siehst?
    Im Kino auf jeden Fall süßes Popcorn. Zu Hause eher nicht. Das „Zuhause“-Popcorn kann imho nicht mit dem Kinopopcorn mithalten. Zu Hause am liebsten Chips. Gerne scharf oder mit Essig.
  6. Wer ist dein/e Lieblingsautor/in?
    Bei „Lieblings“ Fragen komme ich immer ins Stottern. Ich kann mich niemals auf nur eine Sache festlegen. Daher nehm ich mir hier auch die Freiheit und nenne meine Lieblingsautoren, die ich auch schon seit geraumer Zeit so bezeichne: Terry Pratchett, Douglas Adams, Kai Meyer, Walter Moers
  7. Wärst du lieber Pacman oder eines der Geister?
    Definitiv ein Geist. Optisch finde ich die viel hübscher und ich hasse es gejagt zu werden. Ich habe Pacman aus diesem Grunde auch nicht sehr häufig gespielt.
  8. Welches ist dein Lieblingsbrettspiel?
    Schon wieder so eine „Lieblings“ Frage. Gnah. Ich spiele durchschnittlich 3 neue Spiele pro Woche und habe inzwischen weit über 1000 verschiedene Brettspiele gespielt. Ich mag die Abwechslung. Am liebsten sind mir Worker-Placement Spiele die auch gerne etwas länger dauern dürfen. Danach kommen dann gleich Gruppenspiele aller Art, gerne was, bei dem man auch viel Lachen kann. Wenn ich jetzt EIN Spiel nennen MUSS, wäre das wohl am ehesten Carcassonne, weil es das schon ewig gibt, die langfristige Wiederspielbarkeit also absolut unter Beweis gestellt werden konnte, inzwischen zig Varianten und Erweiterungen hat und ich niemals ablehnen würde eine Partie zu spielen.
  9. Spielst du lieber kooperative oder Spieler gegen Spieler-Spiele?
    Immer lieber kompetitive Spiele. Kooperatives Spielen funktioniert imho nur in bestimmten Gruppen. Ich hasse es ewig zu diskutieren und seine Meinung vertreten zu müssen, warum man lieber einen anderen Zug machen wollen würde. In nicht kooperativen Spielen trifft man alle Entscheidungen völlig eigenständig und gewinnt oder verkackt eben und lebt damit. In kooperativen Spielen kommt dann aber oft der „siehste, wir hätten das an der und der Stelle doch anders machen sollen“-Text.
  10. Glaubst du, dass Oskarmaus Superman zusammenschlagen kann? Selbstverständlich. Beide haben ebenbürtige Superkräfte, aber da Mighty Mouse so viel kleiner und wendiger ist, hat er eben deutliche Vorteile!
  11. Drei Fragezeichen oder Fünf Freunde? Keine Frage; Drei Fragezeichen! Obgleich ich als Kind ALLES von Enid Blyton las und ganz wenig Kontakt zu den drei Fragezeichen Büchern/Hörspielen hatte, hat sich das später deutlich gewandelt. Die Drei Fragezeichen sind eben Kult. Ich liebe die Fälle, die Sprecher sind die Creme de la Creme der deutschen Sprecherszene und überhaupt. UND ÜBERHAUPT!

Ich freu mich über eure Kommentare oder wenn ihr Tims Stöckchen ebenfalls aufgreift. Wer lieber eines von mir direkt haben möchte, hier ist es:

  1. Könntest du völlig frei von körperlichen Voraussetzung eine Frisur inkl. Farbe wählen – wie sähe die aus?
  2. Tattoos, Piercings, Branding? Was magst du? Bei dir, bei anderen, gar nicht?
  3. Auswandern. Wohin?
  4. Du darfst dir EIN Fahrzeug wünschen (das existiert), welches wäre es?
  5. Du darfst ein Fahrzeug entwerfen, das es so noch nicht gibt, wie wäre es?
  6. Nudeln, Reis oder Kartoffeln?
  7. Du MUSST eine Fremdsprache lernen, egal welche, welche würdest du wählen und warum?
  8. Wie alt möchtest du werden?
  9. Kannst du dir irgendeine Technologie vorstellen, die es mal geben wird und von der du als sehr alter Mensch überfordert sein wirst?
  10. Du hast einen Monat lang KEIN Internet, nirgends. Womit beschäftigst Du Dich?

Deutschlands Grauzonen

Unglaublich aber wahr; im Sozialstaat Deutschland kann man in eine Situation gelangen, in der keine Seite sich zuständig fühlt monatlich Geld zu zahlen. Dagegen kann man angehen, meist durch eine Klage. Bis eine Entscheidung gefällt wird kann durchaus ein Jahr vergehen. In dieser Zeit bekommt man KEIN Geld von irgendwem.*

Laufende Kosten, Miete, Strom, Telefon aber auch Medikament etc. können irgendwann nicht mehr bezahlt werden.
Mir ist so ein Fall persönlich bekannt und das Wasser steht inzwischen bis zum Hals.

Ich kann und werde nicht sagen um wen es sich dabei handelt.

Ich bitte hiermit um zwei Hilfen:

  • Wer sich mit dem Sozialgefüge in Deutschland auskennt und mir sagen kann ob evtl irgendetwas übersehen wurde, (ich dachte an so eine Institution wie z.B. eine Unterhaltsvorschusskasse, die zahlt während die Parteien die eigentlich zahlen müßten sich noch streiten) möge sich bitte unbedingt bei mir melden. Mention an @Sintaura und alles andere via DM.
  • Finanzspritze! (Strom ist längst abgestellt, Miete massiv im Rückstand, es droht die Obdachlosigkeit, Krankenkassenzugehörigkeit ist ausgesetzt)
    Ich werde das NICHT via paypal etc. machen, wegen der Gebühren – meine Kontodaten gibt es dann ebenfalls per DM.

Bitte spendet nur wenn ihr mir vertraut. Oder wenn ihr jemandem vertraut, der mir vertraut.
Dieser Schritt ist mir wirklich nicht leicht gefallen und angesichts dessen wie viel Schindluder wohl inzwischen mit solchen Aufrufen getrieben wird, werden sich vermutlich entsprechend einige die Mäuler zerreissen.

Falls ihr Fragen habt, fragt mich ruhig. Ich werde versuchen so viel wie ich kann zu beantworten.

1000 Dank schon mal an alle die helfen wollen. ❤

 

*Weil natürlich viele helfen wollen und nachhaken: Es gab eine Arbeitsunfähigkeit, die ja regelmäßig durch einen Amtsarzt überprüft wird. Dieser attestierte dann letztes Jahr plötzlich die Arbeitsfähigkeit. Das dann aufgesuchte Arbeitsamt beauftragte einen eigenen Amtsarzt, der bescheinigte dass keine Arbeitsfähigkeit vorliege. Seit dem (September 2014) streiten sich die beiden Parteien wessen Amtsarzt Recht hat und wer also in der Leistungspflicht ist. Es gab schon ein einmaliges Darlehen in Höhe eines Monatsbetrages. Davon konnten immerhin zwei Monate Miete beglichen werden. Weitere finanzielle Unterstützung scheint es nicht zu geben, lediglich Lebensmittelgutscheine und eine Berechtigung für die Tafel. Der Anwalt der sich mit dem Fall beschäftigt ist von der Caritas.

Die 80er haben angerufen und möchten ihren Spieleabend zurück

Wir hatten ja damals nichts. Noch nicht mal Smartphones. Kein Internet. Und PC-Spiele fingen erst zu der Zeit an als ich ein Teenager war. Es gab 3 Fernsehprogramme. Ein bisschen später dann sogar 5-6.

In meiner Kindheit musste man sich also offline beschäftigen. Und das sage ich völlig wertfrei. Ich hasse diese dauernd wiedergekäute Behauptung früher waren Kinder glücklicher, weil sie noch auf Bäume geklettert sind …

Ich erwähne das Offlinertum nur, um darzulegen wo (vermutlich) mein u.U. etwas extremer Faible für Brett-/Karten- etc. Spiele herkommt. Ich bin halt damit aufgewachsen und sowas ist wohl mitunter prägend.

Die ersten Spiele an die ich mich erinnern kann waren natürlich sowas wie Mensch ärgere dich nicht, das Gänsespiel, ein Leiternspiel usw. Würfeln, setzen, würfeln setzen etc. Oder eben Maumau. (Aber das heißt ja heute auch Uno)

Da ich wahnsinnig gerne spielte, wünschte ich mir natürlich dauernd Spiele zu Weihnachten und Geburtstagen. Damals waren das Nonplusultra die Spiele von MB oder Parker, die vor allem in der Vorweihnachtszeit reichlich Werbung zur Prime Time machten. Eines meiner ersten Spiele muss wohl Hinterhalt gewesen sein. Das hat mich so geprägt, dass ich es vor einigen Jahren gebraucht für meine Kinder kaufte. (Wir haben es immer noch.)

Slotter hatte ich selbst zwar nicht, dafür aber zwei meiner Freundinnen. Auch das habe ich sehr geliebt und wollte es immer spielen wenn ich mal die Gelegenheit dazu bekam. Avalanche hatte ich selbst und gefühlt täglich gespielt. Das geht ja im Notfall auch ganz gut alleine. Meine Eltern mochten übrigens diese ganzen “neumodischen” Spiele mit viel Plastik und Action überhaupt nicht. Wir Kinder haben sie geliebt. Zum Kauf von Murmelmikado konnte ich sie nie überreden, beim Spiel des Lebens habe ich so lange gequengelt bis ich es dann schlussendlich wirklich bekam.

Das erste “vernünftige” Spiel war Hase und Igel, das auch zufällig das erste Spiel des Jahres überhaupt war. (1979) Das finde ich auch heute noch so genial, dass ich es erst neulich wieder in einer Erwachsenenrunde spielte. Zu der Zeit damals spielte ich auch viel Dame, Mühle, Malefiz, Halma usw. also schon ein paar anspruchsvollere Sachen. Schach lernte ich früh, mochte ich aber nie so gern.

Meine Eltern spielten DAUERND Doppelkopf. Das sah recht interessant aus und ich guckte oft zu. Ich war schon immer Autodidakt und hatte eine recht hohe Auffassungsgabe also überraschte ich meine Eltern im zarten Alter von 9 mit Kenntnis des Spiels. Ab und zu durfte ich dann auch tatsächlich mal mitspielen. Dann wurden mir auch noch weitere Kartenspiele gezeigt; Rommee, Canasta, Solitär. Skat lernte ich erst viel später, aber wenn man schon Doppelkopf kann fällt das nicht all zu schwer.

Das erste “elektronische” Spiel das ich besaß war Logo-Lectric. Ein Quiz Spiel bei dem Fragen und richtige Antworten zugeordnet werden mussten. Man hielt dann so kleine Metallstäbe an die Kästchen und wenn man richtig geraten hatte leuchtete ein Lämpchen. Ich konnte es komplett auswendig. Ich behaupte immer noch dass ich einen Großteil meines Allgemeingrundwissens aus diesem Spiel habe. Auch dieses Spiel kaufte ich vor einigen Jahren für meine Kids. Die waren aber eher so gar nicht begeistert. Nun ja, gegen Smartphones und PCs stinkt das Spiel auch ziemlich ab.

Außerdem erinnere ich mich noch sehr lebhaft an das Spiel Zeitfalle mit einer mörderisch laut tickenden Zeitschaltuhr und einem noch viel lauteren Geräusch wenn die nicht wegsortierten Stifte nach Ablauf der Zeit durch die Löcher auf den Tisch fielen. Nach einigem Training habe ich es dann aber fast immer geschafft rechtzeitig fertig zu werden, weil ich mich beim lauten Runterfallen der Stifte nicht erschrecken wollte. (Mein Kurzzeitgedächtnis ist auch heute noch außergewöhnlich gut)

Und dann war da natürlich noch Senso das international auch als “Simon says” bekannt ist. Auch dies war ein Gedächtnistraining Spiel und ich habe es VIEL gespielt.

Die drei letzten Spiele haben gemeinsam, dass man sie hervorragend alleine spielen konnte und da ich keine Geschwister hatte war das ideal für mich. Wenn ich nicht mit Freunden zusammen war las, bastelte oder spielte ich Solo-Spiele. Gelangweilt habe ich mich glaube ich nie.

Weitere Spiele die ich regelmäßig mit meinen Freunden spielte und an die ich mich sehr gut erinnere waren _natürlich_ Monopoly (ich hab es allerdings nie wirklich gerne gespielt), Kniffel, Rakko (die Ausgabe von 1965) und Lingua (ein Scrabble-Klon).

1984/85 bekam ich dann meine ersten Computer, einen ZX81 und einen C64 und da waren Brettspiele erst mal eine zeitlang auf Eis gelegt.

Wie es mit meinem Spielefaible danach weiter ging, folgt im nächsten Blogpost.