Silberdrahtnamensschilder

Wisst ihr noch früher? So in den Achtzigern? Diese seltsamen Gestalten, die am Strassenrand für ein paar D-Mark Namen aus Silberdraht gebogen haben? Ich war damals ungefähr 12, dachte mir – das kannst du ja wohl auch und bog die ersten Namen aus Blumendraht mit einer Schere. Die Eltern erkannten glücklicherweise mein Talent und statteten mich zeitnah mit hübschem Silberdraht und einer Drahtbiegezange (die ich bis heute dafür verwende) aus. 
Ich bog einige Zeit lang für Freunde und Bekannte Namen, driftete dann aber eher ab in andere Schmuckarbeiten mit Perlen und so.
Bei Tweetups fand ich die „Namensschilder“ aus Tesakrepp und Edding schon immer doof also bog ich mir lieber eins aus Draht. Und für meinen Freund auch. Und ein paar befreundete Twitterer. Und ein ganzes Tweetup. 
Inzwischen heisse ich auf Twitter auch gerne mal „die mit den coolen Namensschildern“.
Die Nachfragen häufen sich und ich habe mich entschlossen das mal ganz offiziell anzubieten.
Jeder der eines haben möchte, sendet 2€ via paypal an sintaura@gmail.com
Im Betreff bitte angeben was gebogen werden soll. Gerne biege ich auch „nicht-Twitternamen”. Den Koellesterinern würde ich die Namen einfach mitbringen. Wer es zugeschickt haben möchte, schickt mir bitte 0,58€ mehr und schreibt seine Anschrift mit dazu.
Solltet ihr gleich mehrere bestellen wollen, kostet das natürlich nur einmal Porto!
Die Namen sind aus 0,8 – 1mm dickem Silberdraht und ziemlich stabil. Sie werden üblicherweise ähnlich wie eine Sicherheitsnadel durch Stoff gesteckt und am Ende eingehakt. Da der Draht recht dick ist, kann in sehr feinen Stoffen ein winziges Löchlein zurück bleiben. Für Hemdträger empfiehlt sich eine Knopfvariante, die über einem der Knöpfe eingehakt wird und auch recht gut hält. Gebt bitte an, ob ihr Nadel oder Knopfvariante wollt.

Badewannenschaumträume

Ihr glorifiziert doch auch, oder? Wenn genug Leute euch regelmäßig erzählen, wie toll etwas ist und dass man das unbedingt auch probieren müsse, stellt ihr euch doch sicher auch vor, wie es wäre und wie sehr ihr das genießen werdet?

Ihr glorifiziert doch auch, oder? Wenn genug Leute euch regelmäßig erzählen, wie toll etwas ist und dass man das unbedingt auch probieren müsse, stellt ihr euch doch sicher auch vor, wie es wäre und wie sehr ihr das genießen werdet?
Ich bin inzwischen überwiegend so weit, dass ich mich nicht sofort bei jeder Vorstellung in schwelgende Tagträume verliere. Zum Beispiel wenn mir jemand berichtet, wie ungemein entspannend es sei, mit dem Zug zu reisen. Ich WEISS, dass es das für mich nicht ist. Der Bahnhof liegt nicht direkt vor meiner Haustür, ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel einpacke, weil ich mich sonst zu Tode schleppe, Züge sind voller nerviger Menschen und spontane Abstecher sind quasi ausgeschlossen. Ich fahre Auto. Punkt.
Weniger realistisch und rationell bin ich in Bezug auf Wannenbäder. So viele Leute genießen es schließlich, zu baden, ziehen Ruhe und Kraft daraus, empfinden es als etwas Besonderes, ein Luxus, ein Verwöhnen des Körpers. Meine ganze Timeline scheint voller Menschen zu sein, die dauernd baden – zur Entspannung! Ich hatte einen Mitbewohner, der gefühlt Tage in der Wanne verbrachte, meine Kinder lieben es und regelmäßig habe ich Besuch, der sich darüber freut, meine Badewanne benutzen zu dürfen. Also MUSS das doch toll sein!
Ich habe als Kind auch gebadet. Wie oft vermag ich nicht zu sagen und vielleicht war es auch immer nur dann, wenn ich erkältet war. Lieber bin ich geschwommen. In Seen, die ruhig eiskalt sein durften. Während andere Leute sich auf’s Angrillen freuen, freute ich mich immer auf’s Anschwimmen. Jetzt als Erwachsene sind mir Badewannen immer nach kürzester Zeit zu warm, geradezu erdrückend. Ich vermute, das liegt unter anderem an meinem eher niedrigen Blutdruck. Nach spätestens fünfzehn Minuten dreh ich die Brause mit Kaltwasser auf und halte sie mir über den Kopf, um wieder atmen zu können.
Nie vergessen werde ich die Geburt meines Sohnes. Wie blumig wurde in allen Büchern berichtet, dass es helfe, in die Wanne zu gehen um sich zu entspannen, wenn man in den Wehen liegt. Wie ungemein praktisch, dass das Krankenhaus tatsächlich eine Badewanne in der Nähe des Kreißsaals hatte. Und wie unangenehm es dann meinem Mann war, der nur kurz! rausgegangen war, um mir etwas zu trinken zu holen, dass ich plötzlich splitternackt auf dem Flur vor dem fensterlosen Bad stand und schrie, ich könne es keine Minute länger aushalten …
Bitte verlinkt diesen Blogpost an mich, wenn ich das nächste Mal ankündige, ein warmes Bad nehmen zu wollen. Ich bin einfach kein Wannenmensch.

Beleidigte Leberwurst

Einige von euch, die mir auf Twitter folgen, werden sich gefragt haben „was hat sie denn jetzt mit diesem Ernährungsquatsch“?
Sie hat eine Fettleber. Die liegt bei uns in der Familie. Bis Mitte dieses Jahres verfolgte ich die Vogel-Strauß-Taktik. Eine Krankheit die nicht diagnostiziert wurde existiert auch nicht. Aber im fortgeschrittenen Alter muss man sich nun mal medizinisch durchchecken lassen, vor allem wenn man die Verantwortung für eine Familie trägt. Also bat ich um einen kompletten Bluttest, inkl. Leberwerte. „Wieso denn ausgerechnet Leber?“ fragte mein Hausarzt. „Das ist so’n Familiending“ antwortete ich.
Angesichts der ersten Laborwerte kippte mein Arzt ein wenig vom Stuhl. Kontrollwert wurde angeordnet; 4 Wochen kein Alkohol, auf Cholesterin achten, dann erneute Blutabnahme. Ich hielt mich streng an die Verordnung, die Blutwerte waren tatsächlich ein wenig besser. Nochmal 6 Wochen keinen Alkohol, erneute Blutabnahme. Obwohl ich mich daran hielt gab es keine Verbesserung der Blutwerte. Überweisung zum Gastroenterologen.
Der machte vergangene Woche eine Sonographie meiner Leber. Er ist ein Mann der krassen Gleichungen. „Ihre Leber ist ein guter Kostverwerter, für’s Überleben im Mittelalter oder zu Kriegszeiten optimal…“ und „…stellen sie sich das Gänsestopfen vor Weihnachten vor, ihre Leber ist so fett, für Feinschmecker wär sie eine Delikatesse…“ oder auch „Die Leber sendet keine Schmerzsignale, wär sie ein Zahn würden sie auf Knien vor ihrem Zahnarzt liegen und um den Bohrer betteln“. Was mich aber schlussendlich wirklich wachrüttelte waren zwei simple Prozentzahlen. „Eine gesunde Leber speichert ca. 5% Fett, ihre ist jetzt bei ungefähr 70%“ (ACH DU SCHEISSE!)
Die gute Nachricht; eine Fettleber ist komplett heilbar solange sie noch nicht zur Zirrhose geworden ist. Die schlechte; Medikamente gibt es keine, einzig Lebens- und vor allem Ernährungsumstellung helfen.
Ich bin nicht fett, lediglich mopsig. 70kg bei 163cm. Ich trank niemals übermäßig Alkohol, schon gar nicht regelmäßig. Ich trieb mein Leben lang Sport, bis ich vor ca. 1,5 Jahren aus Zeitmangel mit Fussballspielen aufhörte. (fataler Fehler) Und ich gebe zu, meine Ernährung weist grundsätzlich Verbesserungspotential auf. Ich esse gerne Pasta, Fleisch, Käse und aus Zeitmangel gibt es leider viel zu häufig Fertiggerichte und Fast-Food.
Wenn ich muss kann ich sehr konsequent und zielstrebig sein. Also Reissleine! Meine letzte extreme Ernährungsumstellung ist über 10 Jahre her und heilte mich damals komplett von Neurodermitis (die ich in einem sehr fortgeschrittenen Stadium über mehrere Jahre hatte).
Theoretisch weiß ich viel über Nahrungsmittel und deren Inhaltsstoffe ich war nur praktisch zu faul das Wissen vernünftig anzuwenden.
Meine Recherchen (verbindliche medizinische Empfehlungen gibt es für diese Erkrankung leider noch nicht so wirklich) haben folgendes ergeben: Anstrebenswert sind 1200 Kalorien täglich, bei maximal 120g Kohlehydrate (nach 17 Uhr gar keine mehr), möglichst wenig Fett (und vor allem keine tierischen Fette!), dafür reichlich Eiweiß und Ballaststoffe.
Da Kohlehydrate und Fleisch bisher fast immer zu meinen Mahlzeiten gehörte eine ziemliche Umstellung. Wichtig ist übrigens auch nicht ZU wenig zu essen weil die Leber sonst den Notstand ausruft und sich entzünden kann.
Eine Kontrolle musste also her. In Zeiten der Smartphone Apps eine meiner leichtesten Übungen. Kalorienzählapps gibt es viele, will man aber die genaue Angabe aller Nährstoffe wird es schon schwieriger. Ich fand zunächst eine amerikanische, kam aber sowohl mit den Maßangaben nicht so gut klar als auch mit den hinterlegten Nahrungsmitteln. Dann lieber was Deutsches. Ich stieß auf eine die mir sehr gefiel. Bis ich mehr Einstellungen vornehmen wollte und auf den Eintrag „nur für GOLD-Mitglieder“ stieß. Eine monatliche Zahlung war gewünscht in beachtlicher Höhe. Also erst mal wieder weiter suchen ob es noch etwas anderes gibt. Hängengeblieben bin ich schlussendlich bei fddb.info – einer Lebensmitteldatenbank die sowohl im Browser läuft als auch per App und bei der man ein Ernährungstagebuch führen kann. Sehr komfortabel und übersichtlich, empfehle ich uneingeschränkt!
Nächstes Projekt; ich muss wieder Sport treiben. So richtig Lust habe ich zwar nicht aber es hilft nun mal alles nichts.
Irgendwann muss jeder Sterben, aber ich werde es nicht wegen meiner Leber tun!

Nachsatz: Etwas das meine Fettleber auslöst geht mir tierisch auf den Kranz; ständige Müdigkeit. Wenn ich mich ließe würde ich quasi nonstop schlafen und könnte das vermutlich auch. Dabei gibt es so vieles was ich machen möchte und der Tag hat eh schon so wenig Stunden…

Hirngedings

Angeregt durch den letzten Blogpost der @favstarmafia über ungewöhnliche Arten zu denken möchte ich euch an dieser Stelle ein wenig Einblick in mein Hirn gewähren.

Früher dachte ich immer denken wäre bei allen Menschen gleich. Ist es aber wohl nicht… Meines funktioniert nicht linear sondern chaotisch und parallel. In meinem Kopf sind IMMER zig Dinge gleichzeitig, manche davon führen ununterbrochen Gespräche mit mir. Während ich also mit jemand rede, etwas lese, Musik höre etc. findet noch mindestens ein zweites Gespräch in meinem Kopf statt. Ich habe zu KEINEM Zeitpunkt KEINE Formulierungen, Gedankenschleifen, Selbstgespräche in meinem Kopf. Fokussiere ich sehr stark, wie z.B. jetzt gerade beim Schreiben dieses Textes, dringen nur wenige themenfremde Bröckchen durch den “Flow” – ganz abstellen kann ich es aber nie.

Ich habe Zeit meines Lebens allerdings eher von dieser “Gabe” profitiert, führt sie nämlich zu einem echten Multitasking. Ich war in der Schule immer im obersten Drittel der Klasse, obwohl ich in den Unterrichtsstunden nebenbei rege andersweitig beschäftigt war. Ich las, machte Hausaufgaben fürs nächste Fach, spielte Spiele mit Banknachbarn etc. Trotzdem konnte man mich zu jedem Zeitpunkt ansprechen und zum aktuellen Thema befragen und ich konnte antworten. Auch heute noch in meinem Job und auch als Mutter kommt mir die Fähigkeit zu Gute. Ich kann aktiv mit einem Kunden telefonieren, Daten erfassen die nichts mit dem Kunden am Telefon zu tun haben und bekomme trotzdem noch mit, was meine Kollegen im selben Raum sagen. Meine Kinder können gleichzeitig mit mir sprechen und ich antworte ihnen dann einfach abwechselnd. Meine Auffassungsgabe bei Dingen die mich interessieren ist aussergewöhnlich hoch, vernetztes Denken ist ein Kinderspiel.

Klingt toll, ist es aber nicht immer. Es hat einige negative Seiten unter der in erster Linie allerdings meine Mitmenschen leiden. Z.B. mache ich sehr oft heftigste Gedankensprünge in Gesprächen, die für mich zwar keine sind, für meinen Gegenüber aber schon, weil der ja nicht in meinem Kopf ist. Oftmals folge ich zwar einem gesamten Gespräch, aber gewisse Einzelheiten und Details gehen irgendwie unter. Oder ich vergesse sie sofort wieder. Überhaupt ist das Aussieben von Informationen und das längere Behalten stark überarbeitungswürdig. Ich kann einen Film gucken und manchmal schon drei Wochen später nicht mehr wissen wie er endet. Ich habe üblicherweise zig “Projekte” am Start und habe Schwierigkeiten Dinge linear abzuarbeiten und zu beenden, es sei denn man setzt mir eine Deadline. Ich _kann_ nicht nur mehrere Dinge gleichzeitig tun, ich _muss_ es sogar. “Nur” Auto zu fahren macht mich beispielsweise absolut kirre. Oder kochen ohne nebenbei mindestens die Küche zu putzen. Ich widerum mache sicherlich Menschen meiner Umgebung absolut kirre, weil ich immer ein wenig wirke wie in die Steckdose gefasst, kaum ruhig sitzen kann oder einfach mal gar nichts tun. Mein Hirn lechtzt ununterbrochen danach beschäftigt zu werden, Dinge zu tun. Internet und soziale Netzwerke sind für mich Fluch und Segen zugleich, bieten sie zum einen eine Fülle von Informationen, haben sie andererseits aber auch keine Grenzen.

Allerdings, ich habe mich arrangiert. Mein Hirn und ich leben in glücklichem Einvernehmen. Ich hab ein paar Tricks es zu überlisten. Ich kann z.B. ganz entspannt einen Film gucken wenn ich nebenbei meinen Liebsten kraulen darf. Das sind dann zwei Tätigkeiten auf einmal und damit gibt es sich zufrieden. Das verfressene kleine Scheisserchen…

 

Sammelstöckchen

Zwar hab ich nicht nachvollziehen können wo genau Miss Haascore das Sammelstöckchen gefunden hat, fand es aber so charmant dass ich es hiermit aufgreife 😉

8 Fakten zum Thema Sammeln

1. Sammelleidenschaften die kostenintensiv sind haben mich nie ereilt. Vermutlich weil ich sie mir die meiste Zeit meines Lebens nicht hätte leisten können.

2. Meine größte und älteste Sammlung sind “Weihnachtskarten aus aller Welt” die ich seit sage und schreibe 35 Jahren pflege und die mehrere riesige Kartons umfasst. Ich hatte immer gute Verbindungen zu weltweit operierenden Firmen, die mir sämtliche Weihnachtskarten im Januar überließen. Eine Flause in meinem Kopf: wenn ich in Rente gehe eröffne ich ein Weihnachtskartenmuseum in der Speicherstadt.

3. Darüberhinaus habe ich aber auch noch Postkarten und Grußkarten aller Art, teils unbeschrieben, teils beschrieben. Das ist aber gerade mal ca. ein mittelgroßer Karton voll.

4. Abstruser Weise sammele ich Dosen. Ursprünglich wohl aus einer “kann man bestimmt nochmal irgendwie brauchen”-Laune entstanden, füllt meine Sammlung inzwischen einen sehr großen Schrank. Menschen die diese “Sammlung” zu Gesicht bekommen sind durchweg schockiert 🙂 Allerdings verändert sich diese Sammlung tatsächlich dauernd, da ich tatsächlich immer wieder welche davon z.B. als Verpackung für Geschenke oder anderes nutze.

5. Hörbücher. Sobald ich ein Hörbuch in die Finger bekomme wandert es in meine iTunes Mediathek. Sowohl Büchereien als auch Freunde und Verwandte sind unerschöpfliche Quellen. Und ein Audible Abo habe ich auch. Ich höre hundert Mal mehr Hörbuch als dass ich selbst lese. Hörbuch hören geht überall – beim Autofahren und auch bei der Hausarbeit. So praktisch.

6. Meinungen. Hört sich vielleicht blöd an, ist aber so. Ich sammele Meinungen zu allem und jedem und webe mir daraus ein Bild. Und bilde mir womöglich meine eigene. In Zeiten des www auch gar nicht so kompliziert wie es scheint. Sollten viel mehr Leute tun, imho.

7. Zeitschriften. Ich besitze eine fast vollständige Sammlung der Zeitschrift “Max” aus den Jahren 1991-2006 von der ich mich irgendwie nicht trennen kann. Ich hege die Hoffnung dass irgendwann einmal meine Kinder oder gar meine Enkelkinder Spaß daran haben werden diese Zeitzeugen durchzublättern.

8. Bastelkrams. Mein Haus ist voll von Dingen mit denen ich irgendwann mal tolle Dinge basteln werde. Nämlich.

 

Alles in allem also eine durchaus überschaubare Sammelleidenschaft. Ich hoffe es hat euch trotzdem ein wenig unterhalten. Ich bitte übrigens von Paketen die Weihnachtskarten und/oder Dosen enthalten abzusehen. Danke.

Eingenistet

Plötzlich warst Du da. Eingezogen in die Zweizimmerwohnung von der ich gar nicht wusste dass sie auf einen neuen Mieter wartete. Bezogst zunächst das eigenwillig eingerichtete Zimmer in meinem Kopf, wenig später auch das einfache aber gemütliche Zimmer in meinem Herzen. Ich war genauso überrascht wie Du, wie gut du hineinpasstest, geradeso als wäre alles nur für Dich eingerichtet. Klar waren schon andere vor Dir hier, als Gäste – manche sogar fast so lange, dass man denken konnte sie wohnten dort. Gäste die sich immer wieder an Ecken stießen und über Teppichfalten stolperten. Gäste die unbedingt die Wandfarbe ändern wollten (Hell und freundlich? Konservativ und zurückhaltend? Ernsthaft?), solche die Möbel umstellen wollten oder gar gegen ihre eigenen austauschen…

Du hast Dich noch nirgends gestoßen, bist nie gestolpert, findest sogar im Stockdunklen Deinen Weg mit bewundernswerter Sicherheit. Es ist ungewohnt nicht darüber diskutieren zu müssen ob die Räume schick oder zweckmäßig sind. Es ist überraschend dass Dinge die Du mitbringst sich so wunderbar einfügen, die Einrichtung ergänzen, die Räume für mich tatsächlich noch aufwerten. Es fühlt sich gut an, richtig und vollständig. Ich genieße es dass Du bei mir bist, einen Platz in meinen Gedanken und meinem Herzen gefunden hast. Und ich wünsche mir dass das lange so bleibt. ❤