Der politische Pranger

Politikkritik auf Twitter nervt mich nicht nur, sie macht mich aggressiv. Es ist nämlich überwiegend pseudolustiges, hohles Gefasel. „… wir werden dann wohl einfach Stop-Schilder in Afghanistan aufstellen und schon ist der Krieg vorbei …“ haha ha. 

Wie viele von denen, die so große Töne spucken und sich lustig machen wissen denn wirklich Bescheid über die Lebensläufe und Hintergründe der neubesetzten Minister? Wie viele haben schon mal versucht eine extrem heterogene Masse unter einen Hut zu bekommen? Wie viele haben schon mal versucht Regeln und Strukturen aufzustellen? Gelder einzusetzen und Haushalte zu planen? Die meisten sehen vermutlich nur ihren eingeschränkten, persönlichen Interessenbereich. “Wenn die Regierung es nicht schafft, das Strassennetz instand zu halten, taugt sie nichts.” Das „Strassennetz“ ist in diesem Fall übrigens beliebig austauschbar gegen alle möglichen Interessen des mündigen Bürgers. 

Mein Freundeskreis bspw. ist ebenfalls ziemlich heterogen. Ich stelle mir gerade so vor, ich würde alle um mich versammeln, 10.000€ und zwei Wochen Zeit in die Hand nehmen und wir dürften damit tun was wir wollen. Wir müssten uns nur einigen und das Geld nicht einfach behalten … 

Ich war einige Jahre in einem Sportverein auf dem Dorf im Vorstand. Das ist ein bisschen wie Politik für die Hosentasche. Wenn man so etwas mal selbst erlebt hat, wird man deutlich realistischer. Vor allem weil man lernt, dass es zu jedem Vorschlag und jeder Änderung locker 7 unterschiedliche Meinungen gibt. 

Versteht mich nicht falsch, ich würde mir definitiv auch wünschen, dass in unserem Land einiges anders wäre. Allem voran z.B. die Beschulungssituation. Aber aus Scheisse kann man über Nacht nun mal kein Gold machen, auch wenn gewisse Alchimisten das seit Jahrhunderten versuchen. Ich maße mir allerdings nicht an beurteilen zu können was so alles zu beachten ist in einer Schulpolitik. In den vergangenen Jahren wurden einige Vorgehensweisen ausprobiert, einiges verändert und nicht alles davon erschien im Nachhinein als sinnvoll. Aber mal ehrlich; neue Wege zu gehen war nötig, der Wille war da. Leidtragend sind in diesem Fall meine Kinder, die diese Veränderungen zur ungünstigsten Zeit erlebten. Aber selbst ich hielt einige Veränderungen auf dem Papier für sinnvoll und durchführbar und musste erst mittendrin feststellen, dass ich mich da wohl getäuscht hatte. 

Politik ist eben leider auch oft “Trial and Error”, nur dass im schlimmsten Fall Menschen darunter leiden müssen. Das war übrigens schon immer so. Seit Menschen in Gruppen zusammenleben, werden verschiedene Strukturen ausprobiert und auf Durchführbarkeit getestet. Ich bin ganz froh, dass ich das Glück habe in einer Demokratie zu leben und nicht im Kommunismus oder einer Monarchie. 

Ich habe überhaupt nichts gegen Meinungsfreiheit oder Kritik. Am besten natürlich konstruktive Kritik (aber dazu muss man ja auch erst mal die nötige Hirnmasse mitbringen). Ich habe allerdings viel gegen Mobbing, Hetze, Tatsachenverdrehung und Meinungsmache. 

Alberne Witze über Menschen des öffentlichen Interesses haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Satire ist toll, vor allem wenn sie intelligent gemacht ist. Aber stellt euch mal vor, die breite Masse aller Medien wäre nurmehr Satire!? Die sozialen Netzwerke verkommen in meinen Augen mehr und mehr zu einem Sprachrohr in dem sich über alles und jedes lustig gemacht wird. Oder alternativ wird geprangert. Immer drauf. 

Ich hoffe das ist nur eine Phase.

Photo Apps

Heute wurde ich gebeten Photo Apps für das iPhone zu empfehlen und mein erster Gedanke war „ach du heilige Scheisse“ … 

Eine Photo App zu empfehlen ist in etwa so „einfach“ wie ein Spiel zu empfehlen. Die Geschmäcker sind so dermaßen unterschiedlich in Bezug auf Inhalt, Optik, Steuerung etc. und es gibt so viele und jede Woche kommen gefühlt tausende dazu. 

Ich habe hunderte von Spielen und auch Photo Apps irgendwann geladen und ausprobiert. Meist tue ich das, wenn sie zufällig gerade kostenlos oder zumindest sehr reduziert sind. Oder wenn es eine Lite Version zum Testen gibt. Gefällt mir die Lite Version gebe ich gerne mal ein paar Euro für eine Vollversion aus.

So lautet eigentlich auch mein erster Tipp: installiert eine der zahlreichen Apps die auflisten wie die Preisentwicklung der verschiedenen Apps verläuft. Z.B.: Appsfire, Appsgonefree oder Appticker (das sind die die ich selbst seit längerem nutze) und schaut dort nach Angeboten. 

Bei Appsfire bspw. kann man sich anzeigen lassen: alle Photoapps die kostenlos sind bzw. alle Photoapps die reduziert sind. Sehr praktisch um ab und zu mal etwas Neues auszuprobieren.

Apropos etwas Neues … es entzieht sich ehrlich gesagt meinem Verständnis warum man auch noch die tausendste „Filterapp“ entwickeln muss und die fünfhunderste “Color Key App” und die millionste „Collagenapp”, aber hey … schließlich gibt es ja auch unendlich viele „Match3“-Spiele. Als User ist man allerdings schlichtweg erschlagen von der Fülle an Apps alleine in der Rubrik Foto und Video. Vielleicht kann ich hier ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, unterteile ich Photoapps in unterschiedliche Kategorien. Und das aus gutem Grund. Die meisten Apps sind spezialisiert auf EINE Funktion. Also ENTWEDER Filter drüber legen ODER retuschieren ODER Collagen basteln ODER … ODER … ODER … manche kombinieren aber immerhin zwei bis drei Funktionen. Eine Eierlegende Wollmilchsau ist mir persönlich noch nicht untergekommen, falls jemand eine kennt; ich bin immer offen für Tipps.

Und nun möchte ich tatsächlich konkret einige Apps empfehlen, die ich nicht nach dem Ausprobieren sofort wieder ins Nirvana verbannt habe: 

PhotoWizard – uralt! (2009?) und solide und günstig. Macht fast alle notwendigen Retusche Bearbeitungen (inkl. einiger Filter) und kann sogar Masken und Layer. (Auf dem iPhone ne Maske anzulegen ist allerdings nichts für Grobmotoriker!) Ich bin die Software seit Jahren gewohnt und hab nie dauerhaft zu einer anderen gewechselt. Gibt es als Gratis Testversion, kostet sonst 0,89€ für iPhone und 2,69€ für iPad als HD.

Snapseed – ähnlich wie die vorherige aber deutlich stylischer und vor allem sehr viel bekannter! Die Bedienung ist innovativ und imho absolut sinnvoll! (Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat.) Hat eine hervorragende Erklärfunktion. Kann allerdings keine Masken und Layer. Gibt es derzeit mal wieder kostenlos! 

Alternativ gibt es natürlich Adobe Photoshop Touch für iPhone 4,49€ bzw. iPad 8,99€, das wirklich ziemliche Ähnlichkeit mit Photoshop am Desktop hat. Die Wahrscheinlichkeit dass man alle Möglichkeiten, die es bietet, am Mobilgerät auch benutzt ohne sich die Finger zu brechen, halte ich allerdings für ziemlich gering. Es gibt keine Testversion. Adobe Photoshop EXPRESS hingegen ist was völlig anderes und taugt gar nichts!

PhotoFunia – witzig! Nicht mehr und nicht weniger. Aber irgendwie niedlich. Man kann ein ausgewähltes Foto aufpeppen als Strassenposter, Museumsbild, Briefmarke und mehr. Ist kostenlos. Und irgendwie niedlich. (Und ebenfalls uralt xD)

My Sketch – macht aus Fotos Zeichnungen und das macht es absolut hervorragend. Kostet derzeit 1,79€ ist aber hin und wieder kostenlos erhältlich. Das selbe gilt übrigens auch für SketchMee. Lediglich die Bedienung dieser beiden Programme ist etwas unterschiedlich. Für SketchMee gibt es eine Lite Version und eine alternative Version Namens PaintMee.

Pixlr-o-matic – eine mächtige Filter App, intuitiv und optisch ansprechend, kostenlos aber mit InApp Käufen. Wer einen Blick vorab werfen möchte: Gibt es sogar als Browser Version 

Die Firma JixiPix hat für jede Filterart gleich eine eigene App entwickelt (andere machen das ja einfach per InApp Käufen) – hat aber den Vorteil, dass hin und wieder mal etwas davon kostenlos zu haben ist. Es gibt teilweise ungewöhnliche Filter mit guten Anpassungsmöglichkeiten.

Pierre Gougelet hat auch ein paar schöne Filter Apps am Start, die oft günstig zu haben sind!

Wer lieber alle Filter in einer App hat, sollte zu FX Photo Studio greifen. Die wohl umfangreichste Filtersammlung (inkl. InApp Käufen), die auch über einfache Bildbearbeitungstools verfügt und Effekte komfortabel nur auf Teile des Bildes anwenden kann (masking).

Repix hingegen verfolgt einen schönen Ansatz damit, dass die Filter auf das Foto gemalt werden. Darüberhinaus gibt es einige weitere Anpassungsmöglichkeiten. Die App ist kostenlos, es gibt aber InApp Käufe. Es lohnt sich mal einen Blick darauf zu werfen!

Wer besonders Bokeh Effekte mag möge im Appstore einfach mal nach Bokeh suchen. Es gibt wahnsinnig viele Apps, sie unterscheiden sich nicht so großartig und irgend etwas ist immer gerade im Angebot. Besonders empfehlen möchte ich an dieser Stelle keine. Einige der vorgenannten Apps haben zum Teil aber auch schon etwas Bokeh an Board. 

Meine LieblingscollagenApp heisst Frame Artist. Sie verfügt über hervorragende Anpassungsmöglichkeiten, habe bisher noch nichts gefunden das genau so viel bot und so komfortabel war. Die Testversion gibt es gratis, die Vollversion derzeit für 1,79€.

Photo Hive ist eine witzige und kostenlose Collagenapp Ergänzung, da die Collagen hier aus Sechsecken gebildet werden.

Wer auf ausgefallenere Photospielereien steht dem sei an dieser Stelle noch ein Blick auf Split Clone oder Photo Slice empfohlen.

Ich hoffe ich hab nicht zu viel empfohlen, es ist alles verständlich und ich habe nichts Elementares vergessen. Sonst schreibt mir einfach einen Kommentar! 

Viel Spaß beim ausprobieren.

Bin ich irre?

Wer weiß das schon so genau. Wer definiert das und anhand welcher Informationen? Im Großen und Ganzen halte ich mich eher für durchschnittlich normal, mit ein klein wenig Extravaganz. Ich habe nichts was man behandeln müsste. Nichts unter dem ich selbst oder mein Umfeld leidet.

Wenn man sich jedoch umschaut, vor allem im Internet, scheine ich damit schon fast die Ausnahme zu sein. Gefühlt gibt es viel mehr Menschen mit psychischen Problemen als ohne. Menschen die kein normales Leben führen können. Deren größtes Problem aber immer noch oftmals ist, nicht ernst genommen zu werden. 

Warum ist das so? Würde man auf die Idee kommen jemandem der sich das Steißbein brach zu sagen er solle sich nicht so anstellen, so weh könne das ja gar nicht tun, wenn man selbst noch nie einen Steißbeinbruch hatte? Ich glaube nicht. Körperliche Schmerzen sind anerkannter. Vor allem wenn sie eine konkrete Ursache haben. Hingefallen, Steiß gebrochen, Heilung dauert x Wochen, eingetütet, fertig. 

Menschen mit „schwammigeren“ psychischen Problemen tütet man nicht so einfach ein. Man hat meist weder konkrete Ursachen, noch eine verlässliche Verlaufsprognose. Therapieerfolge sind nicht so linear wie bei physischen Erkrankungen. Operationen (noch) keine Option. Kommt daher die Unsicherheit der Gesunden gegenüber den Kranken? Die Unmöglichkeit zu akzeptieren dass es jemandem „ohne Grund“ nicht gut geht?

Ich kann mir z.B. kaum vorstellen dass es jemanden auf der Welt gibt, der noch nie in seinem Leben vor irgendetwas Angst gehabt hat. So richtig. Wie fühlt sich das an? Herzrasen, zittrige Beine, belegte Zunge, Bewegungsunfähigkeit etc… auch das wird bei jedem anders sein. ABER MAN SOLLTE GRUNDSÄTZLICH WISSEN WIE SICH ANGST ANFÜHLT. Angst hat man natürlicherweise in gewissen vermeintlich Lebensbedrohlichen Situationen. Überfall, Unfall, Krankheit eines geliebten Menschen etc. Das ist im menschlichen Wesen tief verankert und gehört einfach dazu. Ein Urinstinkt.

Und dann gibt es noch die Angst, die nicht da sein sollte. Meist in Form einer Phobie. Vor Spinnen in Europa, die nicht wirklich tödlich sind, engen Räumen, Höhen, Menschenmassen etc. etc. Rationell betrachtet oft totaler Quatsch, aber faktisch nun mal vorhanden. Der Körper aktiviert diesen Angstzustand, EGAL was der Kopf sagt. Es ist schlicht und ergreifend eine Fehlfunktion, eine Krankheit. So wie Krebszellen nur anders. 

Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass Menschen das haben können? Ist es wirklich so schwer an eine Krankheit zu glauben, die man selbst so noch nicht gefühlt hat? Ist es so schwer Menschen zu unterstützen, die darunter leiden, anstatt sich über sie lustig zu machen?

Ich wünschte die Hirnforschung wäre weiter und es gäbe Konkreteres. Es gäbe einschlägige Untersuchungsmethoden die auch tatsächlich zu Ergebnissen führten. Mit übersichtlichen Tortendiagrammen in Bezug auf Entstehung und Verbreitung und von mir aus aussichtsreiche Laserbehandlungen als Therapie. 

Bis dahin sollten wir die Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen; Unterstützung, Verständnis, Ernsthaftigkeit

Leserbriefintermezzo

Vor ein paar Tagen begab ich mich auf die Suche nach Artikeln, die Online Bilderdienste miteinander vergleichen. Ich stieß dabei auf diesen Artikel

Der Artikel wurde inzwischen (aufgrund meiner ersten Mail) zum Teil verändert (nicht unbedingt durchgehend zu seinem Besten) den Originaltext habe ich leider nicht gespeichert.

Ich schrieb einen Leserbrief an die chip weil mir einige Fehler auffielen.

Ich möchte die Konversation nicht alleine genießen, darum teile ich sie hier mit euch.

Fotos online teilen

Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich mit der Möglichkeit ein online Fotoalbum anzulegen. Das kommt bei mir immer mal wieder vor, mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Ich habe bereits nach vergleichenden Artikeln für solche Dienste gegoogelt und bin nicht gerade erschöpfend fündig geworden. Hinzu kommt, dass einige Informationen, die ich fand, entweder falsch oder veraltet waren. Also versuche ich an dieser Stelle selbst einen Überblick zu schaffen. Solltet ihr noch Bilderdienste vermissen, schreibt mir gerne, ich teste die dann noch an und füge sie hinzu. Sollte sich in diesem Post falsche Informationen finden, sagt mir bitte unbedingt Bescheid, damit ich das korrigieren kann! Ich füge pro Anbieter ein bis zwei Fotos hinzu, einfach damit ihr einen ungefähren Eindruck bekommt wie die unterschiedlichen Angebote in der Praxis aussehen. 

Folgende Attribute sind für mich bei den online Bilderdiensten wichtig:

  • Sichtbarkeit der Fotos: Öffentlich – privat – öffentlich aber nicht gelistet
  • Zugriff für andere Personen: Gar nicht – mit Einladung und Anmeldung beim Fotodienst – per link und ohne Anmeldung – per Passwort
  • Größe der hochgeladenen Fotos: komprimiert – unkomprimiert –  wählbar
  • Downloadmöglichkeit für Besucher: für jedermann – für angemeldete Nutzer – gar nicht – in voller Größe – in reduzierter Größe
  • Schnelligkeit bei Upload/Download/Anzeige
  • Übersichtlichkeit und Benutzerführung
  • Speicherplatzstaffelung 

Die Reihenfolge der gelisteten Dienste ist nicht wertend.

 

Facebook

Bekanntermaßen halte ich Facebook nicht für die intuitivste aller Plattformen. Mein wildes Herumgeklicke und weiterführende Recherche hat Folgendes ergeben:

Um ein Album hochzuladen muss ein Facebook Account vorhanden sein.
Alben können entweder direkt im Profil angelegt werden oder auf einer erstellten Facebook-“Seite”.
Pro Album können ca 1000 Fotos hochgeladen werden. (Eine Gesamtbeschränkung pro Account konnte ich nicht finden)
Per Häkchen kann man sich für die Option “hohe Auflösung hochladen” entscheiden.
Die Schnelligkeit bei Up/Download ist nicht weiter auffällig und von der Internetverbindung abhängig.
Ein Uploadvorgang der aus vielen Fotos besteht ist kein Problem.
Die Fotos eines Album werden quadratisch gekachelt als Vorschau dargestellt. Man sieht in der Albenvorschau also nicht das ganze Bild. 
Öffnet man ein einzelnes Foto bekommt man eine schöne große Ansicht, kann teilen, kommentieren, liken, taggen etc. Per Pfeiltasten kann das jeweils nächste Foto aufgerufen werden. Das Laden der Fotos erfolgt ohne Verzögerung.
Ein Album kann entweder auf privat, nur für Freunde einsehbar oder öffentlich gestellt werden. Eine halböffentliche Darstellung (ungelistet, nur per Link einsehbar) hat sich mir bis dato nicht erschlossen.
Ein öffentliches Album ist auch für Leute ohne eigenen Facebook Account einsehbar.
Die Fotos können per Rechtsklick lokal runtergeladen werden. Das heruntergeladene Foto hat einen anderen Namen als der Ursprung, die Metadaten sind ebenfalls nicht mehr da.  
ACHTUNG! Wird in einem privaten Album eine Person getaggt können  daraufhin auch die Freunde dieser Person das Foto sehen.

Meines Erachtens eignen sich Alben bei Facebook am ehesten fürs “Sehen und Gesehen werden”. Man kann ziemlich schnell ziemlich viele Leute damit erreichen, da Facebook ja doch breitgefächert durch alle Schichten vertreten ist. Durch das Teilen von Seiten und Fotos kann es im optimalen Fall zu einem schönen Schneeballeffekt kommen. Facebook ist aber auch ein vergängliches Medium. Die Fotos/News von gestern interessiert morgen womöglich niemanden mehr. Um in Erinnerung zu bleiben, sollte man regelmäßig veröffentlichen.

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Picasa Webalben

Für mich bisher die erste Wahl fürs Online stellen und teilen von Fotos. (Seit google+ leider nicht mehr ganz so zuverlässig in einigen Bereichen)

Picasa gehört zu Google, jeder mit einem Google Account hat also theoretisch auch ein Picasa Konto. Inzwischen hat Google die Alben eher Richtung google+ verschoben, der direkte Link zu den picasa Webalben lautet picasaweb.google.com

Um ein Album hochzuladen muss ein Google Account vorhanden sein.
Alben können entweder direkt im Browser angelegt und bestückt werden oder mit Hilfe der Desktop Software Picasa synchronisiert werden.
Google stellt jedem Account insgesamt 15GB für Mail, Drive, Fotos etc. kostenlos zur Verfügung. (Fotos unter 2048×2048 Pixel werden gar nicht berechnet) 
Für 4,99$ pro Monat kann man seinen Gesamtspeicherplatz auf 100GB erweitern. (9,99$ für 200GB)
Direkt über den Browser wird immer die volle Größe hochgeladen, bei der Synchronisation durch die Picasa Software ist eine max Größe aus mehreren Stufen wählbar.  
Die Schnelligkeit bei Up/Download ist nicht weiter auffällig und von der Internetverbindung abhängig.
Ein Uploadvorgang der aus vielen Fotos besteht ist kein Problem.
Die Fotos eines Album werden unbeschnitten als Thumbnail Vorschau dargestellt, die Größe der Vorschau ist über einen Schieberegler einstellbar.
Öffnet man ein einzelnes Foto bekommt man eine schöne große Ansicht, kann kommentieren, liken, taggen etc. Per Pfeiltasten kann das jeweils nächste Foto aufgerufen werden. Das Laden der Fotos erfolgt ohne Verzögerung.
Man kann ein Album auch per Diashow ansehen. Der Albumersteller kann außerdem daraus einen Film oder Collage machen und Online stellen.
Ein Album kann entweder auf privat, nur für eingeladene Freunde einsehbar oder öffentlich gestellt werden. Eine halböffentliche Darstellung (ungelistet, nur per Link einsehbar) funktioniert seit Februar 2013 leider nicht mehr zuverlässig. Da Google+ das Produkt der Zukunft ist, rechne ich nicht mehr mit Fehlerbehebung bei den Picasa Webalben.
Ein öffentliches Album ist auch für Leute ohne eigenen Google Account einsehbar.
Die Fotos können per Rechtsklick lokal runtergeladen werden. Das heruntergeladene Foto hat den gleichen Namen wie der Ursprung. Metadaten sind nur noch rudimentär vorhanden, Ersteller lautet dann: Picasa

 

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 Dropbox

Bekannter und sehr weit verbreiteter Cloud Service, der sich nicht auf Fotos beschränkt. Imho die TOP Möglichkeit Fotos zu teilen, verteilen und zu verlinken. Vor allem für Leute die regelmäßig Fotos oder anderes miteinander austauschen.

Um ein Album (oder jede andere Datei) hochzuladen muss ein Dropbox Account vorhanden sein.
Alben können entweder direkt im Browser angelegt und bestückt werden oder mit Hilfe der Einbindung in den Dateimanager/Finder komfortabel synchronisiert werden.
Dropbox stellt zunächst jedem neuen Account insgesamt 2GB kostenlos zur Verfügung. Weiterer Speicherplatz kann bspw. durch Empfehlungen verdient werden. (Falls ihr noch kein Dropbox Konto habt und mir etwas Gutes tun wollt, über zusätzlichen Speicherplatz freue ich mich immer. Einfach über diesen link anmelden.) Alternativ kann man aber auch kostenpflichtig erweitern (9.99€ pro Monat für 100GB, 19,99$ für 200GB, 49,99$ für 500GB)

Ordner können auf verschiedene Arten frei gegeben werden. Meist wird zum Teilen eingeladen und der Ordner bleibt langfristig für den Eingeladenen zugänglich und fügt sich sogar in dessen native Ordnerstruktur im Computer ein. Wird eine Änderung vorgenommen, erhält man darüber sogar eine Push Nachricht – äußerst praktisch. 
Das “öffentliche” Teilen per link ist ebenfalls möglich. Wie genau das funktioniert erklärt eine Textdatei im Standardordner “Public”
Die Dateien in der Dropbox sind in exakt demselben Zustand wie auf dem Computer. Falls ein Fremder eine Datei herunterlädt, wird der Name verändert, die Metadaten bleiben unverändert.
Neuerdings hat Dropbox die Funktion “Fotos” hinzugefügt. Diese sucht ganz automatisch in allen Dropbox Ordner nach Fotodateien und fasst diese in einer Art Album zusammen. Die Fotos werden quadratisch gekachelt (und somit ggf beschnitten) als Vorschau dargestellt. Man sieht also nicht das ganze Bild. Auf diese Weise lassen sich Fotos schneller freigeben. Allerdings ist Dropbox völlig egal in welchem Ordner sich die Fotos befinden, geordnet wird ausschließlich nach Datum. 
Hat man Zugriff auf einen Ordner und öffnet man ein einzelnes Foto bekommt man eine schöne große Ansicht. Per Pfeiltasten kann das jeweils nächste Foto aufgerufen werden. Das Herunterladen der Fotos erfolgt ohne Verzögerung.
Ich würde allerdings weniger in der Dropbox Ansicht navigieren sondern eher gleich den ganzen Ordner herunterladen bzw. synchronisieren lassen. 

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box.com

Ganz ähnlich wie dropbox ein umfassender Cloudspeicher.

Machte im letzten Jahr vor allem dadurch Furore dass die ersten Mitglieder 50GB Speicherplatz umsonst erhielten. (Was natürlich SEHR attraktiv ist!) Inzwischen bekommen Neuanmelder immerhin 5GB. (Falls jemand Interesse hat, ich kann über eine Einladung Neuanmeldern ebenfalls noch einen Account mit 50GB verschaffen, fragt mich ruhig.)

Box hat im Prinzip alles was eine Cloud braucht. Man kann Dateien aller Art speichern und teilen, es lässt sich genau wie Dropbox ganz wunderbar in den normalen Dateiemanager/Finder von PC oder Mac einbinden, es gibt Apps für sämtliche Plattformen. Allerdings gibt es (noch?) keine explizite Fotoalben Funktion so wie inzwischen bei Dropbox.
Im Vergleich zu Dropbox erscheint mir die Geschwindigkeit der Uploads und Download deutlich schlechter zu sein. Das Anschauen von hochgeladenen Bildern wird durch lange Ladezeiten ziemlich ausgebremst.
Die Zugriffsmöglichkeiten zu Ordnern oder einzelnen Dateien sind hingegen absolut vorbildlich! Sogar die Vergabe eines Passworts und eine zeitliche Begrenzung ist möglich. Jeder der Zugriff auf Dateien hat kann diese natürlich in der Originalverfassung herunterladen. Dateiname, Größe sowie Metadaten bleiben erhalten.

 

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Instagram

In meinen Augen nicht wirklich eine ernsthafte Möglichkeit Fotos (ganze Alben) zu teilen.

Das Hochladen funktioniert bisher nur von Smartphones oder Tablets, über die entsprechende App. Immerhin können die Fotos aber inzwischen im Browser angeschaut werden.

Alle hochgeladenen Fotos werden deutlich verkleinert und auf einen uniformen quadratischen Zuschnitt beschränkt. Inzwischen gibt es zwar viele Anbieter, die gerade daraus Fotoalben, Untersetzer, Fliesen oder ähnliches erstellen und es hat sicher einen ganz eigenen Charakter, vor allem durch die oftmals sehr mutige Verwendung der zahlreichen Filter einiger User, aber meinen Geschmack trifft es schlicht und ergreifend nicht. 
Wenn jemand Fotos mit mir teilt erwarte ich, dass sie eine halbwegs passable Größe haben, mit der ich etwas anfangen kann, verkleinern kann ich ggf ja immer noch. 

Zudem kann man keine individuellen Alben anlegen zu bestimmten Ereignissen – wenn jemand, dem ich folge, 30-50 Fotos einer Hochzeits- oder Geburtstagsfeier einstellen würde, wäre ich unfassbar genervt. Als Workaround ließen sich vielleicht zu diesem Zweck zig verschiedene Accounts erstellen, aber da es so viele andere Angebote gibt, die sich für diese Anforderung besser eignen, würde ich mich definitiv nicht für Instagram entscheiden.

Für einen, “schau mal hier, wo ich gerade bin, was ich gerade esse, was ich entdeckt habe, ist dieses Tier nicht süß”-Feed ist Instagram allerdings niedlich und das Feedback der anderen Follower macht Lust auf mehr. 

 

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Minus.com

Diesen Tip bekam ich just von @GillyBerlin  und hab ihn gleich mal ausprobiert. 

Minus ist ein bisschen von allem. Eine Symbiose aus Pinterest (der Feed, rein optisch), Instagram (Bilder entdecken, kommentieren, bewerten), tumblr (ich sammle einfach überall im Web Fotos ein und stell sie in meine Galerie) … bietet allerdings auch eine wirklich gute Möglichkeit komplette Alben hochzuladen und mit anderen zu teilen.
Darüberhinaus ist auch noch ein Chat eingebaut. 

Am Anfang braucht man entweder einen Account bei Minus direkt, oder man meldet sich mit seinem Facebook oder Twitter Account an.
Man kann einzelne Fotos aber auch ganze Galerien hochladen.
Das Hochladen ist recht komfortabel, pro Galerie dürfen allerdings maximal 300 Fotos gespeichert werden. Startspeicherplatz beträgt insgesamt pro Account wohl 10GB obwohl ich an anderen Stellen auch las es gäbe gar keine Beschränkung.
Die Fotos werden in voller Auflösung hochgeladen. Besucher können die Bilder in derselben Größe per Rechtsklick herunterladen, die Metadaten bleiben bestehen, der Dateiname ändert sich.

Fotos (oder ganze Alben) können privat oder öffentlich gemacht werden. Sind sie öffentlich erscheinen sie im Feed der Follower. Zu den “privaten” Alben erhält man Zutritt wenn man den entsprechenden Link hat.  
Alternativ können auch nur einzelne Fotos per Link weitergegeben werden. Unter jedem Bild befinden sich zwei Links, der eine führt wirklich nur auf das eine Bild, weiterblättern nicht möglich, der andere führt an die Stelle des Albums an der das Bild ist, von dort kann dann innerhalb des Albums weiter und auch zurück geblättert werden.

Minus.com gibt es bereits seit 2010. Es wundert mich etwas, dass ich vorher noch nie davon gehört habe. Es sind ein paar gutgemeinte Ansätze da und es gibt deutlich noch Potential nach oben. Ich werde das sicher für ein paar Projekte im Hinterkopf behalten.

 

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dawawas.de

Ganz neue Plattform (02/2013) auf die ich durch Zufall gestoßen bin. Erdacht und durchgeführt von den Machern von “wer kennt wen”. 

Mit Abstand die intuitivste und zeitgemäßeste Möglichkeit (vor allem optisch) seine Fotos bereitzustellen. Hier erstellt man keine Alben sondern “Erlebnisse”. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit diese Erlebnisse aktiv zu teilen, so dass auch andere Gäste, Miturlauber, Freunde o.ä. ihre Fotos in das gleiche Album hochladen können und somit alles gesammelt an einem Ort ist. (Voraussetzung: dawawas Account, Einladung zum Ereignis)

Die Macher haben gleich Nägel mit Köpfen gemacht und unterstützen quasi ALLES. iOS, Android, Windows 8 und SmartTV 
Klickt man auf ein Foto, ist ganz übersichtlich am unteren Bildrand eingeblendet was man damit alles anstellen kann. Mit Herz markieren, teilen, herunterladen, kommentieren, auf Facebook posten, eine Diashow starten und man kann sich sogar Infos einblenden lassen (Originaldateiname, Kamera, Erstelldatum, Name des Uploaders)

Für die Zukunft sind weitere Dienste geplant, z.B. eine Schnittstelle zum Druck für Fotobücher 

Ich bin wirklich ziemlich begeistert von dieser neuen Plattform. Allerdings …

gibt es da auch noch ein einhalb Wermutstropfen:

1. Als Neunutzer darf man zunächst maximal 1000 Fotos einstellen.
Weiteren Platz kann man sich verdienen. So gibt es z.B. Platz für weitere 250 Fotos wenn man jemanden wirbt. (Falls euch dieser Blogpost also gefällt und ihr euch entschließt bei dawawas anzumelden, würde ich mich ganz irrsinnig freuen wenn ihr es über diesen link tätet! *_*)

2. Man kann zwar wunderbar einstellen, ob andere dawawas Mitglieder Fotos aus dem Erlebnis herunterladen dürfen, allerdings kann man leider nie in der vollen Auflösung herunterladen. Dies ist in der Tat für mich der größte Showstopper dieser Plattform, ansonsten würde ich wohl bald “dawawas”-Fan Fahnen durch die Gegend tragen. 

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Magix

Ja, genau. Haben wir alle schon mal irgendwo gehört. Von den gibt es alles mögliche. (Und das schon seit 20 Jahren) Bildbearbeitungssoftware, Musik Software, Video Software, quasi alles was sich Multimedia schimpfen darf. Für Amateure und Profis, für Schulen und Einzelkämpfer. Magix sei der Marktführer im multimedialen Bereich.  Und es gibt auch online Alben. Und da die Jungs und Mädels das schon gefühlt ewig machen, kann sich das Angebot durchaus sehen lassen. 
Die größte Herausforderung dabei ist, sich bis zu der Stelle durchzuwühlen an dem man ein Online Album be- und vor allem erstellen kann. Die Gesamthomepage von Magix bietet nämlich gefühlt alles, nur nicht in übersichtlich. Falls ihr Interesse habt ein Album via Magix zu erstellen, klickt hier

Übrigens. So schön das Online Album von Magix auch sein mag, die kostenlose Version eignet sich ausschließlich dafür, es mal auszuprobieren. Es hat zwar nicht allzu viele Einschränkungen im Vergleich zur Bezahlversion, aber mit 500MB Speicherplatz kommt man schlicht und ergreifend nicht weit. 

Die Bezahlversion bietet dafür wirklich ordentlich. Für 1,99€ pro Monat bekommt man unbegrenzten Speicherplatz, eine Wunschdomain, kann Videos und Diashows einbinden eine Homepage erstellen usw. 

Die Albenerstellung erfolgt völlig intuitiv mit Hilfe des sogenannten Online Medien Manager, der sich öffnet sobald man auf Inhalte verwalten klickt. Es muss keine zusätzliche Software installiert werden, alles erfolgt Browserbasiert. Es gibt verschiedene Freigabe Möglichkeiten, verschiedene Download Optionen und so weiter. Der Albenbetrachter (der kein Magix Kunde sein muss) kann ebenfalls auswählen, ob er das Album als Diashow, gekachelt, mit Detailinformationen, mit Musik etc. betrachten möchte. 

Außerdem bietet Magix natürlich noch an, dass Abzüge der Fotos bestellt werden können. Oder gleich ein ganzes Fotobuch (Zusammenarbeit mit myphotobook). Ich glaube diese Möglichkeit werde ich in Kürze mal testen, sowas könnte ich tatsächlich regelmäßig gebrauchen. (Total toll wäre natürlich wenn der Fotograf dadurch auch noch Geld verdienen könnte …) 

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Flickr

Wohl einer der bekanntesten Online Bilder Dienste. Inzwischen Yahoo Tochter. Das bedeutet, jeder der eine Yahoo Adresse besitzt, hat theoretisch auch einen Flickr Account. (Alternativ kann man sich aber auch mit seinem Google Account oder Facebook anmelden)

Mal abgesehen davon, dass Flickr wohl eine der aktivsten Communities weltweit hat, mit großartigen Fotos von ca 77 Millionen Usern, machte man jüngst auf sich aufmerksam, in dem man seinen Mitgliedern 1 Terabyte Speicher kostenlos zur Verfügung stellte. Darüberhinaus wurden auch noch ein paar andere Änderungen im Mai 2013 vollzogen, unter anderem längst überfällige optische Anpassungen.

Was man bei Flickr seitdem nicht mehr kann ist Alben erstellen. Statt dessen hat man einen Stream, die Fotos können aber auch einzelnen Sets zugeordnet werden. 

Die Fotos können recht einfach einzeln oder per Set für andere freigegeben werden. Es gibt die Freigabe-Möglichkeiten privat, privat und Freunde, privat und Familie. Wer Freunde bzw. Familie ist, legt man durch seine hinterlegten Kontakte fest. Voraussetzung ist, dass all jene auch einen Flickr Account haben. Alternativ sind die Fotos öffentlich, können aber zumindest in den Downloadoptionen beschränkt werden. Dort wird mit den offiziellen Creative Commons gearbeitet, was ich absolut sinnvoll finde. Möchte man als Albumbetrachter ein Foto herunterladen (sofern dies zulässig ist) hat man die Auswahl aus zahlreichen verschiedenen Größen. 

Flickr ist eine absolut wunderbare Plattform, die gerade professionellen und semiprofessionellen Fotografen tolle Möglichkeiten bietet. Sie verfügt über fantastische Suchmöglichkeiten und Gruppen. Durch den mit Abstand größten kostenlosen Speicherplatz für hochauflösende Fotos und Videos wurde sie gerade noch mal attraktiver.

Aber auch hier ist nicht alles perfekt. Eine halböffentliche Freigabe (jeder der den Link hat, aber nicht öffentlich in Stream und Suche) habe ich vergeblich gesucht. Sollte ich das schlicht und ergreifend übersehen haben, bitte ich unbedingt um Info, gerade diese Möglichkeit benötige ich am häufigsten. 

 

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Als nächstes werde ich noch 500px, tumblr, jalbum, myAlbum.com, album.de und Fotoalbum.eu antesten und darüber berichten.

Über Anmerkungen, Vorschläge und Verbreitung dieses Posts freue ich mich natürlich!

 

 

 

Pinterest – wozu?

Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, einen Blogpost über Pinterest zu schreiben, bisher habe ich jedoch immer gedacht, so etwas gäbe es garantiert schon hundertfach, muss ich ja jetzt nicht auch noch …

Tja nun. Ich habe soeben mal die ersten 15 Treffer zum Thema “Was ist Pinterest” gelesen und bin schockiert. Fast alle reden von einem sozialen Bilderdienst vergleichbar mit Flickr und Tumblr.

Das ist völliger Quatsch!

Sicherlich kann man Pinterest auch zum Posten, Sammeln und Verbreiten von Bildern nutzen, aber darum geht es nicht in erster Linie und schon gar nicht ausschließlich. 

Pinterest ist eine Symbiose aus dem offline “Zeitungsschnipsel”-Ordner, bzw. der überfüllten Kork-Pinnwand und einem (meist unübersichtlichen) Bookmark-Folder.
Nur in hübsch. Und zeitgemäß. 

Um einen Eindruck zu bekommen, was Pinterest kann, muß man sich zunächst registrieren. Entweder per Facebook oder direkt per Email. Und als nächstes MUSS man 5 beliebigen Pinnwänden folgen. Klickt da ruhig erstmal einfach irgendetwas an, das euch vage interessiert, es dient lediglich einem ersten Eindruck und kann später ganz leicht bei Bedarf jederzeit geändert werden.

Was man dann zunächst sieht wenn man das erste Mal die Pinterest Seite aufruft ist tatsächlich eine Collage aus scheinbar wahllosen Bildern. 

Pinterest feed

Klickt man ein Bild an, wird es groß dargestellt. Wow.

Aber DAS ist nicht der spannende Part. Klickt man nämlich dann das große Bild nochmal an, wird man im Browser auf die Seite geführt von der das Bild verpinnt wurde. Im Fall von niedlichen Hunde- und Katzenbildern die womöglich von irgendeiner Picdump Seite stammen oder ähnlichem ist das jetzt nicht weiter interessant, wenn jedoch das Bild ein leckeres Rezept, etwas zu basteln, ein Gadget oder was weiß ich zeigt, findet man dort üblicherweise einen Blogpost, Artikel, Rezept oder so. 

Man kann beliebig viele Pinnwände anlegen, frei benennen, eine Beschreibung hinzufügen, einer Kategorie zufügen, öffentlich oder privat machen. Dort legt man dann entweder die Pins ab, die man direkt bei anderen Pinnern entdeckte und spannend findet (Repin), oder man fügt einen Pin von irgendeiner beliebigen Internet Seite hinzu. Man kann sich dann sogar das Bild aussuchen, das als Pin angezeigt wird. 

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Ich habe inzwischen 6 verschiedene Pinnwände die nur Rezepte enthalten(Süß, Herzhaft, Salat, Foodhacks, Getränke, LowCarb), einige Pinnwände mit Bastelideen, Dekokrams, Orte an die ich gerne mal reisen möchte, Fotos die ich gerne mal machen möchte, Steampunkideen, Dinge die ich gerne anschaffen würde wenn mal das Geld dafür da ist, Gadgets, Lustiges, niedliche Tierfotos usw. usw.
Es sind fast 30 Pinnwände mit knapp 500 Pins. 
Ich habe auch ein paar “geheime Pinnwände”. Dort finden sich Dinge, die ich mir zwar merken will, aber die ich nicht unbedingt mit anderen teilen muss.

 

Pinterest Sintaura

Jede Pinnwand zeigt einen frei wählbaren (und jederzeit änderbaren) Hauptpin und dann chronologisch die weiteren Pins. Pinnwände können (soweit ich weiß) beliebig viele Pins enthalten, die sichtbar werden, wenn man die Pinnwand anklickt.

Man muss nichts teilen und man muss auch niemandem folgen.  Man kann es als ganz privaten Schuhkarton benutzen, der mit lauter Ideenschnipseln, Träumen und Andenken unter dem Bett liegt.

Wenn man allerdings anderen zeigen möchte, was man entdeckt hat, bzw. wofür man sich interessiert, läßt man die Pinnwände öffentlich.
Folgt man einem Pinner, so werden sämtliche Pins, die dieser öffentlich verpinnt hat, jeweils beim Öffnen von Pinterest im Home Stream angezeigt. So kann man regelmäßig Neues entdecken. Stellt man fest, dass sich jemand für ein Themengebiet interessiert, das einen selbst völlig kalt lässt, muss man nicht gleich den Pinner entfolgen, sondern lediglich das entsprechende Pinboard. 

Ich nutze Pinterest rege und regelmäßig. Alles was ich irgendwo im Netz finde, das ich für später aufheben möchte, wird von mir verpinnt. Ich habe keinerlei Bookmarks mehr, ich nutze dafür Pinterest. Nehme ich mir von irgendwo Flyer, Broschüren, Visitenkarten oder ähnliches mit, das eine Webadresse hat, verpinne ich später, was ich langfristig interessant finde. Werden in Zeitungen oder Zeitschriften Dinge erwähnt, die Online auffindbar sind und die ich mir unbedingt merken will, werden diese gegoogelt und gepinnt. 

Man kann sich Pinnwände teilen. Dazu lädt man einfach andere Nutzer ein, die dann ebenfalls die Berechtigung haben auf dieser Pinnwand zu pinnen.

Pinterest hat übrigens auch die mobile Nutzung hervorragend umgesetzt. Ob von iPhone oder iPad, die Bedienung ist durchdacht und intuitiv. Keinerlei halbgares Gefriggel. Ich gehe hier mal davon aus, dass es auch für Android bzw Windows Phone entsprechend gute Apps gibt. 

 

Vor einem muß ich an dieser Stelle jedoch warnen. Es gibt User die haben das Prinzip nicht verstanden. Imho gibt es drei Kardinalfehler:

1. hinter einem vielversprechenden Bild liegt tatsächlich auch wieder nur das Bild (wenn es bspw. ein leckeres Gericht zeigt, das man sich fürs Nachkochen speichern will, lieber mal nachschauen, ob der link nicht nur auf ein sehr schönes Bild eines talentierten Foodfotografen führt, der sein Werk auf Flickr hochgeladen hat und zu dem weit und breit kein Rezept zu finden ist… ) – manchmal geht es allerdings bei diesem Pin auch nur darum ein schönes Bild zu verbreiten, dann ist es selbstverständlich kein Fehler auf den Ursprungsort des Bildes bei Flickr, Tumblr oder ähnlichem geführt zu werden.

2. der Link hinter dem Bild führt auf einen weiteren “Bildpinservice” wie z.B. Foodgawker, Craftgawker o.ä. In diesem Fall kann man schon mal zig mal klicken bis man endlich bei der Anleitung, dem Rezept angekommen ist, auf das man aus war. (In diesem Fall repinne ich nicht, sondern pinne neu, diesmal aber direkt von der Ursprungsseite)

3. der Link hinter dem Bild führt auf die Startseite! eines Blogs. Das ist weniger schlimm wenn der spannende Blogpost/Artikel relativ neu ist, dann scrollt man vermutlich nur ein paar Einträge runter, et voilá. Je  häufiger der Autor schreibt und umso älter der verpinnte Artikel ist desto nerviger wird das. Ich hab teilweise schon entnervt aufgegeben weil mir auch die Suche im Blog selbst nicht geholfen hat. (Sollte ich auf so einen Pin stoßen und den Ursprungsartikel ausfindig machen können repinne ich ebenfalls nicht, sondern pinne neu und achte auf die richtige Adresse im Link!)

Des weiteren kann es natürlich vorkommen, dass Links hinter Pins irgendwann tot sind. Aber so etwas kommt ja in jeder anderen Bookmarksammlung ebenfalls  vor 😉

 

In diesem Sinne – Happy Pinning! 

Und schreibt mir gerne, wenn noch etwas unklar ist. 

Tweetklau, Thesen, Temperamente

Tweetklau, ein vermeintlich ausgelutschtes Thema. Eines, das quasi wöchentlich die Gemüter erhitzt. Eines, über das auch ich immer wieder nachdenke und zu dem ich eine Meinung habe. Dies ist mein Blog, hier steht meine Meinung. Zum Weiterlesen wird niemand gezwungen.

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass kreative Schöpfungen jeglicher Art schützenswert sind. Dass Menschen sich nicht grundlos aufregen, wenn Ihnen Ihre Ideen geklaut werden. Dass es nicht zu viel verlangt ist, Urheber anzugeben, Patente zu wahren. Denn schließlich hat der Schöpfer etwas investiert – Zeit, Geld, Gedanken, was auch immer und wieviel auch immer.

Das Patentrecht ist wohl eines der kompliziertesten Rechte überhaupt. Aber wieso ist das so schwierig? So ist es z. B. nicht legitim, sich grundsätzlich Fotos mit Regenbögen drauf schützen zu lassen, aber ein bestimmtes Bild kann man sehr wohl mit einem Copyright versehen. Es ist ok, sich Namen für eine bestimmte Branche schützen zu lassen, aber wie neulich gesehen, kommt wohl hoffentlich niemand damit durch, sich einzelne Zeichen (in diesem Fall das @) schützen zu lassen …

Wo Patent und Urheberrecht existieren, da können die, die dagegen verstoßen, nicht weit sein. Ehrlich gesagt bin ich sehr froh, dass ich so was auf höherer Ebene (z. B. Samsung VS Apple) nicht entscheiden muss. Aber ich muss will es täglich im Kleinen tun. Jeden Tag sehe ich Tweets in meiner TL, die ich so oder so ähnlich bereits gelesen habe. Ich habe ein gutes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe und kann sehr schnell recherchieren und Zusammenhänge und Abfolgen erfassen. Ich mache mir wirklich häufig die Mühe, vermeintlich geklaute Tweets aufzudröseln und zu versuchen den Urheber zu ermitteln. Klingt bescheuert, ist es auch. Aber wer ist schon normal?

Ich persönlich gelange dann meistens zu einer der folgenden Erkenntnisse:

a) Der Spruch ist so alt, dass er schon in Witzbüchern war, bevor es Internet gab. > Armselig, aber kein Tweetklau

b) Der Tweet ist ein innovativer „Toptweet“. Meist noch nicht mal alt. Oftmals über den Umweg Facebook einfach eins zu eins übernommen > Tweetklau

c) Ein favgeiler Account (ich nenne hier keine Namen) klaute ihn bei einem „kleinen“ Twitterer. Und der favgeile Account macht so was nachweislich ständig. > Tweetklau

d) Tweets werden ohne Angabe des Urhebers verwendet, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. (Buchdruck, T-Shirts, etc.) > steinigen!!!

d) der Tweet ist einem anderen Tweet unfassbar ähnlich. Der „klauende“ Account ist keinesfalls auffällig. > ???

Gerade der letzte Fall ist ziemlich häufig, aber wirklich schwierig zu bewerten. Ich möchte da nicht die Richtende sein. Wir sind alle Menschen, die im selben Kulturkreis mit ähnlichen Einflüssen aufwuchsen. Ist es undenkbar, dass zwei Menschen den gleichen Gedanken ähnlich formulieren? Auf dasselbe Wortspiel kommen? Wie oft nehmen wir unbewusst Informationen auf, die uns später womöglich als eigene Gedanken erscheinen?

Ich persönlich googele tatsächlich einige meiner Tweets, bevor ich sie schreibe. Als mir mein Toptweet einfiel dachte ich: „Darauf muss schon vor mir jemand gekommen sein, es ist einfach zu naheliegend!“ – Google verneinte, also schrieb ich ihn. Werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass einer meiner Tweets einem bereits vorhandenen zu ähnlich ist, lösche ich meinen und retweete den älteren.

Ich werde niemandem vorschreiben, wie er sich verhalten soll und bitte auch hier (mal wieder) einfach nur um Toleranz. Toleriert diejenigen, die sich über Tweetklau aufregen. Toleriert diejenigen denen es egal ist. Vorverurteilt niemanden. Hört einander zu.

Weltfrieden und so …