The early years 1971-1981

Meine Eltern waren schon 41, meine einzige Schwester 20 als ich geboren wurde. Meine Schwester war zu einer Zeit Teenager als solche Dinge wie Woodstock passierten, aber sie hat sich in ihrem ganzen Leben nie wirklich für Musik interessiert. Meine Mutter auch nicht. Mein Vater schon eher. Ich erinnere mich, dass die Schallplatten mit klassischer Musik, wenn überhaupt dann von ihm aufgelegt wurden und dass er regelmäßig Musikkassetten fürs Auto mit nach Hause brachte. Wir waren viel zusammen im Auto unterwegs und ich jammerte schon sehr früh sehr deutlich gegen Marschmusik und James Last an. Also wurden Schlager eingelegt, für mich damals völlig ok. Bei Katja Ebstein, Nana Mouskouri, Udo Jürgens usw. bin ich bis heute erschreckend textsicher.
Abgesehen von den Kassetten meines Vaters gab es für mich als Musikquellen noch das Radio  und natürlich das Fernsehen. (Es gab aber bei beiden Medien nur wenige Sender.) Ich weiß nicht mehr ab wann ich „Disco“ mit Ilja Richter und die „Hitparade“ mit Dieter Thomas Heck gucken durfte, aber es muss recht früh gewesen sein. Ich tippe jetzt mal auf 1977. Das waren dann auch die ersten Schlüsselerlebnisse – ich fand plötzlich Musik toll, die meine Eltern als „Hottentottenmusik“ bezeichneten. Englischsprachige Popsongs eben. In der Grundschule war Musik für uns alle kein großes Thema. Also nichts worüber man sich dauernd unterhalten würde. Ich hatte zwar sehr früh einen Kassettenrecorder, dass ich aber aus dem Radio Musik aufnahm muss erst ab der 4ten Klasse angefangen haben. Schallplatten hatte ich keine, der Plattenspieler stand bei meinen Eltern im Wohnzimmer und staubte da so vor sich hin. Ich kannte von den damals angesagten Interpreten also immer nur die „Hits“, die gerade liefen.